Pflegepolitik

Jens Spahn:
Aktuelles aus der Pflege

Ausbildung, Corona und die Bedeutung von Pflege: Der Bundesgesundheitsminister beantwortet Fragen zu wichtigen Pflegethemen im Video-Interview.

»Herr Spahn, was bedeutet Pflege für Sie persönlich?«

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Wie wird sich die Corona-Pandemie mittelfristig auf die Pflege auswirken?

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn im Interview.

Wie kann die Pflege mehr Auszubildende gewinnen?

Was dazu aus Sicht des Bundesgesundheitsministers nötig ist, sehen Sie im Video.

Was bedeutet Pflege für die Mitglieder des Pflegenetzwerks? Die Antworten lesen Sie hier.

Hinweis: Die hier veröffentlichten Antworten geben die Sichtweise der jeweiligen Absender wieder und nicht die fachliche oder juristische Position des Bundesministeriums für Gesundheit.

„Pflege bedeutet für mich Erhaltung der Menschenwürde, durch evidenzbasierte Maßnahmen, die in Kombination mit menschlichen Werten und einem hohen Maß an Selbstdisziplin einhergehen.“ – Kai 

„Pflege ... das bedeutet für mich vor allem achtsamer, würdevoller, empathischer Umgang mit einem Individuum und seinen Bedürfnissen – am besten biographiebezogen und ohne Zeitdruck.“– Ramona

„Ausbeutung, leere Versprechungen und eine sehr wichtige Sache: Pflege hat keine Lobby. Ich bin seit 1978 Krankenpfleger und bin zu oft belogen worden. Die letzten Reformen mussten Immer die Pflegekräfte und Patienten ausbaden. Und geklatscht im Bundestag???“– Norbert 

„Pflege bedeutet da und nah zu sein. Wir Pflegenden begleiten die Patienten von der Diagnoserstellung und Ermittlung des Pflegebedarfs mit hoher Fachlichkeit - bis zum letzten Atemzug (nicht selten auch darüber hinaus).“– Michaela 

„Altenpflege bedeutet für mich, den Betroffenen wertzuschätzen. Ihm für all das was er im Leben geleistet hat, ein Höchstmaß an Erleichterung und Freude in seinen letzten Jahren zu schenken. Das ist das Ziel, aktuell sind wir leider weit davon entfernt.“– Mark 

„Pflege in Deutschland ist: Ignorieren des Pflegenotstands, Wenige bis gar keine kompetenten Pflegekräfte in Leitungspositionen und somit: kein Teamgeist, schlechte Umgangsformen, mangelhaftes Qualitätsmanagement und fehlerhafte Strukturen.“– Stephen 

„Pflege bedeutet in außergewöhnlichen Lebenssituationen, sei es durch Krankheit oder Alter, Beistand zu haben, Hilfe zur Selbsthilfe zu finden, Nächstenliebe zu spüren, Unterstützung bei alltäglichen Aufgaben und bei der Körperpflege zu erhalten.“– Kerstin 

„Vor 30 Jahren glaubte ich noch etwas Gutes am Menschen zu leisten. Mittlerweile hat sich die Pflege dahingehend geändert, dass nur noch der Kommerz gesehen wird. Leitsätze werden als Vorbild genommen und - wie sagt man – Papier ist geduldig. Der Mensch ist nur eine Geldquelle. Im heutigen System wird man in der Pflege als Personal verheizt. Und kann man mal selbst nicht mehr, wird einem das Leben schwer gemacht. Erschreckend, was aus den Menschen und der Pflege geworden ist. Und unsere Politiker. Wieder denken sie in der Hauptsache nur an sich. Ich kann das Gerede nicht mehr ertragen“– Jutta 

„Pflege bedeutet für mich für andere da zu sein. Ihnen mit meinem Wissen und meiner Kraft zur Seite zu stehen. Sie als Personen anzunehmen, wie sie sind, und mich ihnen zu öffnen.“– Cornelia 

„Pflege bedeutet für mich: ältere kranke Patienten und ihre Angehörigen, Ärzte und Politiker schätzen uns, wenn wir mit hohem Zeitdruck noch freundlich kompetent arbeiten, aber kosten soll es nichts, Applaus muss reichen.“– Regine

„Pflege heißt: schlechte Vergütung, 11 Tage in Folge arbeiten, 30 Patienten und 2 Pflegekräfte ohne Schutzausrüstung (andere gehen ins Homeoffice). Das ist für mich die Verletzung des Paragraph 1 und Körperverletzung. Applaus an die Politik.“– Claudia
 
„Pflege bedeutet eine wertschätzende Haltung gegenüber jedem Menschen, gepaart mit aktuellem Fachwissen und einem gesunden Selbstbewusstsein.“– Hubert

„Pflege ist Ausbeutung. Tiere werden mehr geschützt.“– Manuela

„Nach über 35 Jahren in diesem Beruf, der wunderbar, sehr erfüllend und sinnstiftend sein könnte, bedeutet Pflege für mich: u.a. Burnouts, Schlafstörungen, Tinnitus, chronische Schmerzen. Das Familienleben leidet und soziale Beziehungen zu pflegen ist kaum möglich, weil Dienstpläne unzuverlässig sind und keinerlei Personalpuffer für Krankheitsausfälle vorgesehen ist. Ich bin kein Einzelfall. Ich wünsche mir einen Systemwechsel in der Pflege.“ – Karin

„Pflege bedeutet für mich, den Bewohner bis an sein Lebensende zu begleiten und ihm körperliche und psychische Beschwerden zu erleichtern und für sein Wohlbefinden zu sorgen. Das ist durch den irren Zeitdruck und Personalmangel meist nicht mehr möglich.“ – Ingrid

Für alle, denen die Pflege am Herzen liegt

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