Was hat uns ein Jahr Pandemie in der Pflege gelehrt? Vor allem, dass Pflege mehr über sich selber sprechen und das Zeitfenster der hohen öffentlichen Wahrnehmung nutzen muss – so das Resümee von Johanna Gernerntz.

Die Corona-Pandemie sollte zum Anlass genommen werden, einen nachhaltigen gesellschaftlichen Diskurs über die Bedeutung der Pflege anzustoßen. Das ist die Überzeugung von Johanna Gernentz. Sie ist Projektleiterin im Gerontopsychiatrisch-Geriatrischen Verbund Charlottenburg-Wilmersdorf e. V. Als Impulsgeberin eines Praxisdialogs zu der Frage, was uns die Corona-Pandemie gelehrt hat, führt Johanna Gernentz an, dass die Krise die Chance bietet, die Bedeutung der Pflege über die Pandemie hinaus lebendig zu halten. Sie hofft auf eine Pflege, die in ihrem Selbstbewusstsein gestärkt aus der Pandemie hervorgeht und in Zukunft noch aktiver für ihre Belange einsteht. Pflege muss mehr über sich selbst sprechen, so Gernentz. Aber es muss auch Reflektionsräume geben: Pflegekräfte müssen im Alltag die Chance und die Zeit haben, über ihre eigene Arbeit, die Freuden und Belastungen reflektieren und sprechen zu können.

Warum ein Diskurs über die Rolle der Pflege so wichtig ist, welchen Einfluss die mediale Berichterstattung auf das Bild der Pflege hat und was auch nach der Pandemie Teil der Pflegepraxis bleiben sollte, erklärt Johanna Gernentz in den nachfolgenden Videos.