Das wollten wir von Ihnen wissen. Viele von Ihnen haben geantwortet und von ihren Beweggründen erzählt.

Christiane ist Altenpflegefachkraft in Ravensburg. Die Impfung ist für Sie selbstverständlich. Sie hat nun einen Impftermin bekommen und hofft, dass die Pandemie bald ein Ende hat.

„Nachdem wir leider einige Corona Fälle in unserem Pflegeheim hatten, stellt sich für mich gar nicht die Frage, ‚ob‘ ich mich impfen lasse, sondern nur: Wann ist es endlich soweit?“

Kornelia ist seit ihrer Ausbildung zur Krankenschwester im Bereich der stationären Altenpflege tätig. Als Pflegedienst- und Hausleitung trägt sie viel Verantwortung und findet, es muss wieder aufwärts gehen. Die Impfung sieht sie dafür als essenziell an, denn die gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Folgen der Pandemie und deren Bekämpfung seien eine Belastung für Alle. Sie lässt sich impfen: 

„Zu einem, weil ich meine und die Gesundheit der Schutzbefohlenen schützen möchte und zum anderen, weil ich es der Gemeinschaft schuldig bin.“

Julia ist Pflegedienstleitung im Ambulanten Pflegedienst. Sie will sich impfen lassen, das steht für sie außer Frage. Und sie macht klar, wie wichtig es ist, den Impfstoff ebenfalls für die zweite Impfung bereitzustellen.

„Ich lasse mich impfen, weil die Schutzimpfung gegen Corona der Weg in die Normalität ist. Die Gesundheit meiner Mitmenschen liegt mir am Herzen, um sie nicht zu gefährden bin ich dabei.“

Claudia ist Praxisanleiterin in einem Akutkrankenhaus und macht zurzeit die Weiterbildung zur leitenden Fachkraft. Wissen zu vermitteln, evidenzbasiert zu handeln – das ihr wichtig. Und dazu gehört auch: Sich selbst und andere durch eine Impfung zu schützen.

„Ich lasse mich impfen, weil ich zu jeder Zeit da sein und nicht erkranken möchte.“

Jörg ist Leitung einer Seniorenresidenz und täglich mit den Fragen rund um Covid-19 konfrontiert. Momentan genießt er keinerlei Impfschutz. Das hat sich geändert.

„Ich habe keine Angst vor Covid-19, aber ich möchte weder daran sterben, noch einen Schaden zurückbehalten, der mich möglicherweise berufs- oder erwerbsunfähig macht. Und – ich vertraue der Wissenschaft.“

Alice arbeitet normalerweise in der ambulanten Pflege. Wegen Covid-19 ist sie aktuell auch in einem Impfzentrum tätig und hat sich bereits impfen lassen. Verantwortung gegenüber ihren Klientinnen und Klienten ist ihr wichtig. Deshalb will sie nicht nur sich selbst, sondern auch andere durch die Impfung schützen.

„Ich habe meine erste Impfung diese Woche erhalten, keinerlei Nebenwirkungen. Auch wenn es Nebenwirkungen geben sollte, werden diese um vieles geringer sein als die Folgen einer Corona-Infektion. Ich möchte mich nicht verantwortlich fühlen müssen, dass ich meine Klienten angesteckt habe.“

Mara hat eine Kollegin an Corona verloren. Keine Impfung der Welt kann den geliebten Menschen wieder lebendig machen. Aber sie kann andere Leben retten.

„Ich bin 54 Jahre alt, Stationsleitung dreier ganz normaler Stationen, auf denen wissentlich keine an Corona erkrankten Patienten liegen. Am 23.12.20, um 19:50 Uhr bekamen wir einen Anruf. Der erste meiner Kollegen war positiv. Seitdem ist ein Monat vergangen. Ein Monat, in dem meine Kollegen und ich jäh aus unserer ‚heilen‘ Welt gerissen wurden. Denn bis dahin waren wir ein nahezu grüner Bereich auf der Corona-Landkarte Deutschlands. Seitdem wurden mehrere Patienten und zwölf meiner Kollegen positiv getestet. Am schlimmsten hat es eine unserer liebsten Kolleginnen getroffen. Sie ist am 18.01.21 im Kampf gegen Corona auf einer Intensivstation verstorben. Sie war jung, lebensfroh und ohne Vorerkrankungen. Trotzdem hat sie den Kampf verloren. Die letzten 30 Tage waren die furchtbarsten meines Lebens. Ich bin unendlich traurig, ebenso wie die Kollegen meiner Stationen. Auch wenn ich bis zum 23.12.20 noch eine andere Meinung beziehungsweise Bedenken im Hinblick auf die Impfung hatte, habe ich mich am 31.12.20 auf dem Höhepunkt des Infektionsgeschehens in meiner Klinik impfen lassen und warte nun mit wirklich allen meinen Kollegen (über 50 Pflegekräfte), sowie unseren Therapeuten und Ärzten auf neuen Impfstoff. Unsere Kollegin bringt es nicht zurück, aber wir tragen dazu bei, diese furchtbare Pandemie einzudämmen und hoffentlich bald ganz zu besiegen!“