Illustration: Im Vordergrund ein Laptop, im Hintergrund viele Arme, die die Hände in die Luft strecken und sich melden.

Die #pflegereserve-Plattform vermittelt Einzelpersonen an Einrichtungen im Gesundheitswesen, die aufgrund der Pandemie oder anderen Krisensituationen personellen Unterstützungsbedarf haben. In einem Praxisdialog haben sich Netzwerkmitglieder über ihre Erfahrungen mit der Vermittlungsplattform ausgetauscht.

Seit über zwei Jahren stellt die Covid-19-Pandemie insbesondere unser Gesundheitswesen vor enorme Herausforderungen. Um Einrichtungen im Gesundheitswesen kurzfristig personell zu unterstützen, wurde die Vermittlungsplattform #pflegereserve ins Leben gerufen. Versorgungseinrichtungen und zuständige Behörden können hier ihren zusätzlichen Bedarf anmelden. Personen, die in der pflegerischen Versorgung und Betreuung tätig sind oder waren und Einrichtungen unterstützen wollen, können sich dort registrieren und erhalten dann passende Anfragen entsprechend ihrer Profilangaben.

Aber auch Menschen ohne Pflegeerfahrung sind gefragt: „Wir suchen nicht nur Fachkräfte, sondern auch Helferinnen und Helfer, Assistenz oder Personen für das Pandemie-Management. Für Testung, für Impfung, für den Pfortendienst“, sagt Projektverantwortliche Sabine Hindrichs und berichtet von einer ganz besonderen Erfolgsgeschichte: „Ein Sternekoch aus Greiz hat in der ersten Corona-Welle seine Gaststätte zugemacht und ist über die #pflegereserve ins städtische Heim gekommen, um dort zu kochen. Die Bewohnerinnen und Bewohner waren so begeistert, dass sie im Anschluss gefragt haben, wann denn die nächste Corona-Welle kommt. Der Koch selbst hat gesagt, dass er noch nie so zufriedene Kundinnen und Kunden gehabt habe.”

Netzwerkmitglied Annette Dirx findet es wichtig, dass die Vermittlungsplattform die Möglichkeit bietet, solche Verbindungen zu schaffen: „Wir gewinnen Menschen außerhalb des Pflegeuniversums für soziales Engagement. Das ist letztlich der Weg, wo es hingehen soll.“

Die Teilnehmenden des Praxisdialogs sind sich einig, dass die Vermittlungsplattform ein Erfolg ist. „Nach zwei Jahren Laufzeit haben wir mehr Registrierte als die Einrichtungen Bedarf“, sagt Sabine Hindrichs. „Das Netzwerk lebt von seinen Mitgliedern.“

Arbeitsbedingungen pflegereserve