Illustration einer Person, die Maske trägt. Darüber liegt ein lila Balken mit dem Schriftzug "#pflegereserve".

Die immer noch andauernde Corona-Pandemie belastet das Gesundheits- und Sozialwesen enorm. Für Personen aus dem Pflegesektor, aber auch für Personen ohne pflegerische Ausbildung, gibt es in der aktuellen Situation die Möglichkeit, die Pflege zu unterstützen.

Über die #pflegereserve-Plattform können sich Pflegefachpersonen, Pflegekräfte und Personen mit den unterschiedlichsten nicht pflegebezogenen Qualifikationen und Berufsausbildungen einfach, schnell und unbürokratisch registrieren und individuell in verschiedenen Einsatzbereichen und Arten von Versorgungseinrichtungen unterstützen.

Die Pflege-Reservistinnen und -Reservisten geben an, in welcher Art der Versorgungseinrichtung und in welchem Einsatzbereich sie tätig werden möchten. Danach werden ihnen die Anfragen angezeigt, die zu ihrem individuellen Profil passen. Sie entscheiden, welche Anfragen für sie interessant und passend erscheinen und nehmen dann mit der Versorgungseinrichtung direkt Kontakt auf. Die #pflegereserve-Plattform wurde zu Beginn der Pandemie im Frühjahr 2020 durch die Bertelsmann-Stiftung ins Leben gerufen und im Januar 2021 an die Bundespflegekammer e.V. im Rahmen eines vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projektes übertragen. Seit 2022 steht die #pflegereserve unter Trägerschaft des Bundesministeriums für Gesundheit.

Damit möglichst viele Personen auch außerhalb des Gesundheits- und Sozialsektors angesprochen werden, hat Sabine Hindrichs, die die Plattform mit aufbaut, ein paar praktische Tipps:

  • Eigene Kanäle bespielen: Nutzen Sie alle Kommunikationswege, die Ihnen zur Verfügung stehen, um auf die #pflegereserve-Plattform aufmerksam zu machen. Dazu gehören zum Beispiel der Internetauftritt Ihrer Einrichtung, die Social-Media-Kanäle des Trägers, der Einrichtung oder auch einzelner Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Messenger-Dienste sowie unter Umständen auch persönliche Gespräche.
  • Presse einbinden: Gehen Sie aktiv auf die lokalen und regionalen Medien zu und weisen Sie diese auf die #pflegereserve-Plattform hin. Schließen Sie sich dafür auch mit anderen Versorgungseinrichtungen in Ihrer Umgebung zusammen, um eine größere Wirkung zu erzielen. Sie können Informationen beispielsweise über eine Pressemitteilung bereitstellen. In der Regel sind die Redaktionen besonders an persönlichen Geschichten interessiert: Vielleicht kann sich eine Einrichtungsleitung für ein Interview anbieten oder sich ein Mitarbeiter in seinem Arbeitsalltag begleiten lassen? So können Sie anschaulich vermitteln, wo gerade die besonderen Herausforderungen liegen und welche Form der Unterstützung gefragt ist.
  • Aktivierend formulieren: Achten Sie in Ihren Texten darauf, sogenannte Call-to-Actions – also Handlungsaufforderungen – unterzubringen. Fordern Sie die Leserinnen und Leser direkt auf, sich die #pflegereserve-Plattform anzusehen und sich zu registrieren. Entsprechende Formulierungsvorschläge finden Sie in den Empfehlungen zur Kommunikation von registrierten Versorgungseinrichtungen der #pflegereserve.
  • Optisch ansprechend gestalten: Aufmerksamkeit wecken Sie vor allem über optische Eindrücke. Damit sich die Leserinnen und Leser für Ihre Inhalte interessieren, sollten Sie Bildmaterial wie Share-Pics und Banner einbinden. Entsprechende Materialien finden Sie in den FAQ auf der Plattform #pflegereserve unter der Frage „Wie kann ich als Versorgungseinrichtung dazu beitragen, dass meine Anfragen erfolgreich sind?“.

Schon zum Start der Plattform in 2020 fand Ulrich Rommel über #pflegereserve Unterstützung. In Praxisdialogen zum Thema haben Netzwerkmitglieder viele Fragen gestellt. Diese beantwortet Rommel zusammengefasst im Video:

pflegereserve Coronavirus