Pflegeausbildung

Wer sich für eine Ausbildung in der Pflege entscheidet, setzt auf einen Beruf mit Perspektive. Hier lesen Sie, welche Erfahrungen Auszubildende machen und wie die Ausbildung noch attraktiver werden kann.

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Aus dem Netzwerk

Starke Pflege durch starkes Selbstbewusstsein

Um den Zusammenhalt in der Pflege zu stärken, kommt es auch auf ein ausgeprägtes berufsbezogenes Selbstbewusstsein der Pflegekräfte an. Wie kann eine positive Haltung zum Beruf gefördert werden?

Illustration: Eine Person erklärt etwas vor einer Tafel, im Vordergrund ist eine Frau mit langen Haaren und einer Absolventinnen-Mütze einer Universität zu sehen.

„Qualitätsentwicklung geht nicht ohne Akademisierung“

Der Pflegeberuf bietet zahlreiche Perspektiven – unter anderem durch unterschiedliche Ausbildungsformen. Wir haben Netzwerkmitglieder gefragt, warum sie sich für ihren Weg entschieden haben und wo die Zukunft der Pflegeausbildung aus ihrer Sicht hinführt.

Sich authentisch begegnen

Wer junge Menschen für den Pflegeberuf begeistern will, sollte früh ansetzen – und sie dort ansprechen, wo sie sind: in den Schulen. Die Fachkräfte-Initiative care4future® hilft Schulen und Ausbildungsträgern, sich zu vernetzen und gut zusammenzuarbeiten.

Schwarz-weiß Aufnahme von zwei Personen mit langen Haaren, oben links ist ein lilaner Play-Knopf als Symbol für ein Video eingebettet.

„Es geht darum, dass sich die Einrichtungen annähern“

Lernortkooperationen sind eine Grundvoraussetzung, um Pflegeausbildung möglich zu machen. Ausbildungsverbünde ermöglichen Ausbildenden, sich zu vernetzen, auszutauschen und auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten – damit Lernortkooperationen gelingen. Wie das funktionieren kann, zeigen Angebote wie die Online-Plattform „KOPA – Kooperationen in der Pflegeausbildung“.

Illustration: Ein Mensch steht vor einer Tafel und hat einen Zeigstock in der Hand.

Für die Lehre begeistern

Professionelle Pflege braucht gut ausgebildete Pflegekräfte. Und gut ausgebildete Pflegekräfte brauchen eine entsprechende Ausbildung. Die ist nur möglich, wenn sich genügend Menschen für die Lehre an Ausbildungs- und Hochschulen entscheiden. Welche Faktoren tragen dazu bei?

Schwarz-Weiß-Porträt von Anke Jakobs, die eine Brille und ein Halstuch mit Federn drauf trägt.

„Praxisanleitung bedeutet, Pflege- und Handlungskompetenz zu vermitteln“

Wie eine erfolgreiche Praxisanleitung aussehen kann, berichtet Anke Jakobs im Interview. Sie ist Verantwortliche für die praktische Ausbildung bei einem kommunalen Krankenhausbetreiber und Vorsitzende des Berliner Landesverbands des BLGS.

Teilnehmer des Praxisdialogs

Die Pflegeausbildung verbessern – im Austausch miteinander

Im ersten Praxisdialog diskutierten Mitglieder aus dem Netzwerk Ideen zur Verbesserung der Ausbildung – und sprechen über die besonderen Herausforderungen, die Corona dabei mit sich bringt.

Schwarz-Weiß-Porträt von Anna, die lange Haare hat und eine Bluse trägt.

Wie wird die Pflegeausbildung besser?

Gesundheits- und Krankenpflegerin Anna teilt ihre Ideen.

Weiterführende Informationen

Infos für Ausbildungs-Einrichtungen und Pflegeschulen

Ob zur Kooperation in der Pflegeausbildung, zum Ausbildungsplan, zur Praxisanleitung oder zu Finanzierungsfragen: Das Bundesfamilienministerium informiert rund um die Pflegeausbildung – und bietet eine Übersicht über alle Pflegeschulen in Deutschland.

Handreichung für Lehrpläne

13. April: Das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) hat eine neue Broschüre zur Organisation und Durchführung der Pflegeausbildung herausgeben – mit Anwendungsbeispielen, Anregungen und Ideen für die Lehrplangestaltung.

Broschüre zur Pflegeausbildung

06. Juli: Für alle Ausbildungsinteressierten: Die Broschüre „Pflegeausbildung aktuell“ informiert über den Ablauf der neuen Pflegeausbildungen, die Zugangsvoraussetzungen und Karrierewege.

Bundesminister Jens Spahn zum Thema Pflegeausbildung

23. Juni: Was braucht es, damit mehr junge Menschen sich für eine Ausbildung in der Pflege entscheiden? Bundesgesundheitsminister Jens Spahn teilt seine Einschätzung dazu im Video.

Verordnung zur Ausbildung in Corona-Zeiten

23. Juni: Eine neue Verordnung sichert die Ausbildung in den Gesundheitsfachberufen während der Corona-Pandemie: Sie ermöglicht den Ländern, von den Berufsgesetzen und den Ausbildungs- und Prüfungsverordnungen abzuweichen – und macht die Ausbildungen damit flexibler.

BAFzA berät zur Pflegeausbildung

23. Juni: Das Beratungsteam Pflegeausbildung des BAFzA unterstützt stationäre Einrichtungen und ambulante Dienste der Pflege, Pflegeschulen und Menschen, die sich für eine Ausbildung in der Pflege interessieren. Damit hilft es bei der Gewinnung von qualifiziertem Nachwuchs.

Pflegeausbildung: Mach Karriere als Mensch

17. Juni: Mit dem Pflegeberufegesetz gibt es seit 2020 eine neue Pflegeausbildung. Diese befähigt die Auszubildenden, Menschen aller Altersstufen und in allen Versorgungsbereichen zu pflegen.

Video: Die neue Pflegeausbildung und das Strukturmodell

17. Juni: Mit der neuen Pflegeausbildung gehen weitere Reformen einher: ein neu ausgerichtetes Pflegeverständnis der Langzeitpflege und das damit verknüpfte Konzept des Strukturmodells.

Beratung durch die Bundesagentur für Arbeit

17. Juni: Zur Aus- und Weiterbildung im Pflegebereich berät auch die Bundesagentur für Arbeit. Auch ehemalige Pflegekräfte, die den beruflichen Wiedereinstieg planen, finden hier kompetente Unterstützung.

Hintergrund:
Die generalistische Pflegeausbildung

Stärkung der Praxisanleitung

Am 01. Januar 2020 ist die neue generalistische Pflegeausbildung gestartet. Die im Pflegeberufegesetz beschlossene Reform stärkt durch klare Vorgaben die Rolle der Praxisanleitung. Diese muss während der praktischen Einsätze von Auszubildenden im Umfang von mindestens zehn Prozent der Ausbildungszeit stattfinden. 

Darüber hinaus sind die Voraussetzungen für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter seit 2020 klar geregelt. Mitbringen müssen diese: 

  • eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden (mit Bestandsschutz für Qualifikationen, die vor Inkrafttreten des Pflegeberufegesetzes erworben wurden),
  • mindestens ein Jahr Berufserfahrung als Pflegefachkraft in dem Einsatzbereich, in dem die Praxisanleitung erfolgt,
  • berufspädagogische Fortbildungen im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich. 

Die Praxisanleitung wird durch den Ausgleichsfonds zur Finanzierung der Pflegeausbildung getragen. In diesen zahlen Krankenhäuser, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie die Pflegeversicherung und die Länder ein. Träger der praktischen Ausbildung können sich die Kosten, die durch die Praxisanleitung entstehen, erstatten lassen. 

Das bringt der Ausbildung mehr Pflege-Kraft

Bei der Aktion „Mehr Pflege-Kraft“ teilten viele Pflegekräfte ihre Erfahrungen und Ideen aus der Ausbildungspraxis. Drei Beispiele:

Unsere betriebliche Ausbildung ist das Fundament für fachliche Kompetenz. Während meiner Ausbildung habe ich Einblick in das Schweizer System gewinnen können und war regelrecht schockiert, wie theoretisch diese Studiengänge sind. Und das in einem Beruf, der gerade so viel praktisches Geschick abverlangt! Aus diesem Grund denke ich, dass unsere Ausbildung etwas ist, das man schützen sollte und auch international stolz vorzeigen kann!“ – Florian, Auszubildender

„Ich wünsche mir, dass die Ausbildung stärker generalisiert und an europäische Standards angeglichen wird. Sinnvoll wären meiner Meinung nach drei Jahre Grundausbildung und anschließend ein bis drei Jahre Spezialisierung. Ich finde, es macht Sinn, höhere Zugangsbeschränkungen zu erlassen: Im Rahmen meiner Ausbildung gab es ein Pilotprojekt, bei dem ein vierwöchiges Praktikum auf einer Intensivstation und eine Präsentation zur persönlichen Motivation Voraussetzung waren. Die Qualität der Bewerbungen und der Bewerber hob sich deutlich von denen der anderen ab.“  – Yasmine, Auszubildende

„Wir implementierten eine Modellstation, die die künftigen Schwestern und Pfleger auf den kommenden Berufsalltag vorbereitet und die praktischen Anteile der Ausbildung intensivieren soll. Das wird erreicht durch einen überdurchschnittlich hohen Anteil an Pflegekräften und Praxisanleitern und einer engen Kooperation mit der Krankenpflegeschule.“ – Matthias, Projektleiter einer Modellstation