Illustration: Ein Haus, dahinter überlebensgroß eine Pflegekraft. Drumherum orange Kugeln.

Ambulante Pflegedienste stehen vor einer großen Aufgabe: Wie können sie ihr Pflegepersonal, Pflegebedürftige und Angehörige vor einer Infektion mit dem Coronavirus schützen? Darüber diskutierten zehn Netzwerkmitglieder im Praxisdialog.

Der Infektionsschutz und insbesondere das Testen auf das Coronavirus ist für ambulante Pflegedienste besonders herausfordernd.

Wo genau die Probleme liegen und welche Lösungen es geben kann, war für die Teilnehmenden des Austauschs klar:

  • „Wir sind anders, die Konzepte für stationäre Einrichtungen sind für uns oft nicht umsetzbar“: Um die Vorgaben zu erfüllen, brauche es Best-Practice-Beispiele, denen konkrete Handlungsempfehlungen entnommen werden können.
  • „Ausfälle durch positiv getestetes Personal sind oft nicht zu kompensieren“: Das Testen nach Dienstende statt kurz vor Dienstbeginn helfe insbesondere kleinen ambulanten Pflegediensten. In der gewonnenen Zeit könne Ersatz gefunden werden.
  • „Mitarbeitende sowie Klientinnen und Klienten regelmäßig zu testen, ist zeitlich wie finanziell herausfordernd“: Der Mehraufwand fürs Testen und die Impflogistik werde noch stark von einzelnen Pflegenden und Arbeitgebern abgefangen. Letztere nähmen für die Sicherheit ihrer Angestellten und Klientinnen und Klienten Mehrkosten in Kauf, die sie nicht erstattet bekämen.
  • „Die Aufklärungsarbeit zur Impfbereitschaft fällt auf die Pflegerinnen und Pfleger zurück“: Niedrigschwellige und zielgruppenspezifische Informationswege könnten sie davon entlasten. Auch Erklärfilme wären hilfreich. Das Pflegenetzwerk Deutschland informiert hier zum Thema; die wichtigsten Fragen von Netzwerkmitgliedern beantwortete Immunologe Prof. Dr. Carsten Watzl im Videochat.
  • „Der lokale Austausch ist wichtig“: Um zeitnah Informationen auszutauschen, müssten ambulante Dienste bzw. alle für die Pflege vor Ort relevanten Akteure im Gespräch bleiben. Auch Formate wie etwa die wöchentliche Pflege-Lage, die in Niedersachsen auf Landesebene Politik, ambulante und stationäre Pflege zusammenbringt, seien Beispiele wichtiger Instrumente.

 

Das Herzstück des Pflegenetzwerks:
Die Praxisdialoge

Im Dialog mit Kolleginnen und Kollegen werden Probleme und Lösungsansätze diskutiert: Was hat sich bereits bewährt? Wie gehen Kolleginnen und Kollegen in anderen Einrichtungen mit den Herausforderungen um? Wie werden Besuchskonzepte erfolgreich umgesetzt? Seien Sie dabei oder schlagen Sie Themen und Termine vor!

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