SeLeP

Selbstbestimmtes Leben
im Pflegeheim (SeLeP)

Das Pflegeheim ist eine wichtige Versorgungseinrichtung und für viele ältere Menschen der zentrale Lebensort. Die Bewohnerinnen und Bewohner haben dabei ganz individuelle Vorstellungen, wie sie ihren Alltag gestalten möchten. Selbstbestimmung und ein würdevoller Umgang miteinander sind aber auch für die Beschäftigten in stationären Pflegeeinrichtungen von enormer Bedeutung. Angesichts eines oft hektischen Pflegealltags stellt sich deshalb immer wieder die Frage, wie Heime ihre Pflegepraxis ausrichten können, damit den Bewohnerinnen und Bewohnern ein möglichst gutes und selbstbestimmtes Leben ermöglicht wird. Diese Frage untersuchte das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Forschungsprojekt „Selbstbestimmtes Leben im Pflegeheim (SeLeP)“ der Universität Augsburg.

Das Forschungsprojekt

In dem interdisziplinär ausgerichteten Projekt ging es darum, was unter einem würdevollen, selbstbestimmten Leben im Heim verstanden wird, wie eine Kultur der Sorge im täglichen Miteinander gelebt werden kann und welcher Organisationsstruktur bzw. -kultur es hierfür bedarf. Dazu haben die Forscherinnen und Forscher von der Organisationsstruktur und ‑kultur über das tägliche Miteinander in den Einrichtungen bis hin zur Perspektive der An-/Zugehörigen viele Aspekte in den Blick genommen.

Das Projekt

Wie können Heime ihren Bewohnerinnen und Bewohnern ein möglichst gutes und eigenständiges Leben ermöglichen? Diese Frage untersuchte das Forschungsprojekt „Selbstbestimmtes Leben im Pflegeheim (SeLeP)“ der Universität Augsburg.

Grafische Visualisierung eines Dokuments.

Die wesentlichen Ergebnisse im Überblick

Um sich einen ersten Überblick über die wesentlichen Ergebnisse der Studie verschaffen zu können, finden Sie hier Informationen und Zusammenfassungen zu den einzelnen thematischen Schwerpunkten, die im Projekt untersucht wurden.

Grafische Visualisierung eines Dokuments.

Die gesammelten Ergebnisse des Projekts

Das Projekt SeLeP hat unterschiedliche Dimensionen von Selbstbestimmung und Würde im Pflegeheim untersucht. Hier finden Sie sämtliche Materialien, die im Rahmen der Studie erarbeitet wurden, aber auch den Abschlussbericht der Vorgängerstudie „Sterben zuhause im Heim“. Zukünftig werden hier auch neue Materialien aus der Fortsetzungsstudie „SeLeP 2.0“ zur Verfügung gestellt.

Impulse aus und für die Praxis

Das Projekt SeLeP bietet auch einen konkreten Nutzen für die Praxis und zeigt, wie Selbstbestimmung und ein würdevolles Miteinander gelingen kann. Hier finden Sie Informationen zur Bedeutung des Projekts für die Praxis und Impulse aus dem Netzwerk.

Vier Menschen sitzen auf einer Bühne vor Publikum, hinter ihnen ein begrünter Innenhof.

Wissenschaft und Praxis im Dialog

Selbstbestimmtes Leben im Pflegeheim ermöglichen: Wie das gelingen kann, diskutierten Vertreterinnen und Vertreter aus Pflegepraxis und Forschung im Rahmen des Deutschen Pflegetags. Verfolgen Sie das Gespräch im Video.

Schwarz-Weiß-Porträt von Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl.

Praxisdialog mit Prof. Schlögl-Flierl

Prof. Dr. Kerstin Schlögl-Flierl, Mitglied im Deutschen Ethikrat, leitete gemeinsam mit Prof. Dr. Werner Schneider das Forschungsprojekt „Selbstbestimmtes Leben im Pflegeheim (SeLeP)“. Im Praxisdialog hat sie mit Pflegekräften über SeLeP gesprochen und beantwortet die Fragen: Was ist das Erkenntnisinteresse des Projekts?, Wie wirkt SeLeP in die Pflegepraxis? Und: Was ist die gesellschaftspolitische Dimension von SeLeP? im Video.

Darstellung einer Publikation aus dem Themenbereich SeLeP

Das Schulungskonzept

Ein weiteres zentrales Ergebnis des Projekts war ein modular aufgebautes Schulungskonzept, das der Vermittlung von Wissen zu Selbstbestimmung und Würde dienen und das tägliche Miteinander im Pflegeheim verbessern soll.

Grafische Visualisierung eines Wegweisers.

So geht's weiter

Damit die Schulung zukünftig auch in der Praxis genutzt werden kann, soll das vorliegende Konzept in der Fortsetzungsstudie „Selbstbestimmtes Leben im Pflegeheim 2.0 (SeLeP 2.0)“ gemeinsam mit Pflegekräften, Leitungskräften sowie Bewohnerinnen und Bewohnern und deren An- und Zugehörigen weiterentwickelt werden. Die Fortsetzungsstudie startet im August 2021 und wird federführend vom Zentrum für Interdisziplinäre Gesundheitsforschung (ZIG) der Universität Augsburg durchgeführt.

Bleiben Sie mit uns im Kontakt

Wenn Sie an dem Thema Selbstbestimmung und Würde und an den Projekten SeLeP und SeLeP 2.0 interessiert sind, melden Sie sich bei uns per E-Mail. Wir informieren Sie regelmäßig über Neuigkeiten und kommende Veranstaltungen. Machen Sie mit im Netzwerk und nehmen Sie aktiv an unseren Austauschformaten teil. Wir freuen uns auf Ihr Feedback.