

Die Nationale Demenzstrategie (NDS) zeigt Fortschritte. Das geht aus dem aktuellen Monitoringbericht hervor, der den Umsetzungsstand aller 166 Maßnahmen erfasst hat. Demnach wurden 60 Prozent der Maßnahmen mit Zieltermin Ende 2024 abgeschlossen, weitere 35 Prozent sind in Umsetzung oder teilweise erfüllt. Nun geht es darum, die Strategie auch über 2026 hinaus weiterzuentwickeln und fortzuführen.
Die seit 2020 beschlossene Nationale Demenstrategie (NDS) läuft unter der Federführung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) mit 70 Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft übernimmt als Co-Vorsitz wichtige Steuerungsaufgaben – unterstützt durch zahlreiche Expertinnen und Experten aus Ländern, Kommunen, Forschung, Pflegediensten, Sozialversicherung und Fachverbänden. Die Strategie umfasst die vier Handlungsfelder Teilhabe, Unterstützung, Pflege und Forschung. Alle Beteiligten bilden das „Netzwerk Nationale Demenzstrategie“.
Monitoring hat Umsetzungsstand ermittelt
Jedes Jahr wird eine Monitoring-Abfrage durchgeführt. In der aktuellen Abfrage für das Jahr 2024 wurde der Umsetzungsstand der NDS im Rahmen eines reformierten Monitorings erfasst. Statt einzelner Maßnahmenteile werden die vollständigen Maßnahmen dargestellt. Die Umstellung soll das Monitoring für die Akteure erleichtern und gleichzeitig den Gesamtfortschritt der Strategie sichtbarer machen. Der im Sommer 2025 veröffentlichte Bericht bietet daher einen strukturierten Überblick über die 166 Maßnahmen der Strategie und ihren Umsetzungsstand bis einschließlich 2024.
Die Bilanz: 83 Maßnahmen sind abgeschlossen (50 Prozent), 54 befinden sich in Umsetzung (32 Prozent), 25 Maßnahmen stehen noch aus (15 Prozent). Nur eine Maßnahme wurde bislang nicht umgesetzt, bei drei Maßnahmen fehlt die Rückmeldung der beteiligten Akteure. Von den 65 Maßnahmen, die zum Ende des Jahres 2024 umgesetzt sein sollen, sind 39 abgeschlossen (60 Prozent), 23 in Umsetzung (35 Prozent) sowie eine nicht umgesetzt (2 Prozent). Zu zwei Maßnahmen gab es keine Rückmeldung (3 Prozent). Weitere Informationen finden Sie hier
Die Laufzeit der aktuellen Strategie endet 2026. Eine Fortführung ist im Koalitionsvertrag der neuen Bundesregierung vorgesehen. Ziel ist es, die Zusammenarbeit aller Beteiligten auf eine neue Grundlage zu stellen – mit strategisch priorisierten Zielen, stärkeren Selbstverpflichtungen und einer noch engeren Verzahnung zwischen Bund, Ländern und zivilgesellschaftlichen Akteuren. Eine erste Version des Fortführungskonzepts soll bis Herbst 2025 vorliegen.