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Internationale Fachkräfte gewinnen und sie gut in den Arbeitsalltag einbinden: Worauf müssen Pflegeeinrichtungen achten, um den Prozess von der Anwerbung bis zur Einarbeitung fair zu gestalten? Und welche Rolle spielt das Gütesiegel „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“?
Im Interview berichten Daniela Wendorff und Dorothea Siebenand vom Klinikverbund Gesundheit Nord Bremen, wie sie internationale Pflegefachkräfte im Modellprojekt INGA Pflege 3.0 begleiten – von den ersten Schritten bis zur erfolgreichen Integration in den Teams. Ihre Erfahrungen zeigen, wie praxisnahe Strukturen, klare Zuständigkeiten und viel gemeinsames Engagement den Unterschied bei der Integration internationaler Fachkräfte machen.
Der Bedarf an gut qualifizierten Pflegefachpersonen bleibt hoch – und viele Einrichtungen setzen zunehmend auf internationale Kolleginnen und Kollegen, um Versorgungslücken zu schließen. Doch der Weg von der Anwerbung bis zur echten beruflichen und persönlichen Integration ist komplex. Nur wenn Anerkennung, Sprache und Teamkultur ineinandergreifen, entsteht eine langfristige Perspektive für alle Beteiligten – das zeigt das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Modellprojekt INGA Pflege 3.0.
Unter dem Motto #PflegeBleibt fand am 5. und 6. November 2025 in Berlin der 12. Deutsche Pflegetag statt – mit rund 10.000 Teilnehmenden aus Pflegepraxis, Politik, Wissenschaft und Verbänden. Große Resonanz gab es auch bei uns am Stand des Pflegenetzwerks Deutschland sowie in unseren zwei Praxisdialogen vor Ort. Im Mittelpunkt: Austausch, Vernetzung und aktuelle Fragen zur Zukunft der Pflege.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken hat den diesjährigen Deutschen Pflegetag eröffnet. Wir vom Pflegenetzwerk Deutschland waren mit einem Stand und zwei Symposien vor Ort. Ebenso waren zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter aus dem BMG dabei.
Bundesgesundheitsministerin Nina Warken wird den diesjährigen Deutschen Pflegetag eröffnen. Wir vom Pflegenetzwerk Deutschland sind mit einem Stand und zwei Symposien vor Ort. Ebenso sind zahlreiche weitere Vertreterinnen und Vertreter aus dem BMG dabei.
Die Digitalisierung verändert auch die Pflege. Mit dem Modellprogramm nach § 125a SGB XI hat der Gesetzgeber erstmals einen klaren Rahmen geschaffen, um den Einsatz von telepflegerischen Lösungen in der Pflege wissenschaftlich gestützt zu erproben und zu evaluieren. Von 2024 bis 2025 wurden in zwölf Projekten in ganz Deutschland konkrete Anwendungen getestet – vom ambulanten Pflegedienst bis hin zu stationären Einrichtungen.
Telepflege wird aktuell bundesweit im Rahmen des Modellprogramms nach § 125a SGB XI erprobt. Zwölf Pflegeeinrichtungen sind im Modellprogramm beteiligt und haben eigene Erfahrungen mit Anwendungen der Telepflege gemacht. Ein Beispiel ist die Evangelische Sozialstation Karlsruhe.
Die Bedeutung von Klimaschutz und Ressourcenschonung wächst auch im Gesundheitswesen. Hier stehen bisher vor allem Krankenhäuser im Fokus. Künftig sollen auch speziell Beschäftigte im ambulanten Sektor – von Apotheken bis zu Pflegediensten – stärker sensibilisiert und dabei unterstützt werden, ressourcenschonend zu arbeiten.
Die Nationale Demenzstrategie (NDS) zeigt Fortschritte. Das geht aus dem aktuellen Monitoringbericht hervor, der den Umsetzungsstand aller 166 Maßnahmen erfasst hat. Demnach wurden 60 Prozent der Maßnahmen mit Zieltermin Ende 2024 abgeschlossen, weitere 35 Prozent sind in Umsetzung oder teilweise erfüllt. Nun geht es darum, die Strategie auch über 2026 hinaus weiterzuentwickeln und fortzuführen.