Meldungen

Aktuelles aus der Pflege

27 Nov

Der Bundestag hat 20.000 zusätzliche Stellen für Hilfskräfte in der Altenpflege und eine Verlängerung der Corona-Hilfsmaßnahmen für die Pflege bis Ende März beschlossen. Die Regelungen sind Teil des Gesundheitsversorgungs- und Pflegeverbesserungsgesetzes.

25 Nov

Welche aktuellen Besuchsregelungen gelten in stationären und Tagespflege-Einrichtungen? Die Länder passen ihre Regelungen regelmäßig den Gegebenheiten an. Eine aktuelle Übersicht für alle Bundesländer stellen wir Ihnen in monatlich aktualisierter Fassung bereit.

17 Nov

Am Freitag präsentierten die beteiligten Ministerien einen Zwischenbericht der Konzertierten Aktion Pflege. "Wir wollen alle Register ziehen, um Pflege noch attraktiver zu machen", so Bundesgesundheitsminister Spahn. Die Ergebnisse im Detail können Sie hier nachlesen.

Aktuelles aus dem Netzwerk

24. November: Bundesgesundheitsminister Jens Spahn stellte sich live Ihren Fragen. Hier finden Sie die Aufzeichnung der Townhall.

18. November: Räume sind nicht nur zum Wohnen da – richtig gestaltet bereichern sie auch die Pflege. Interview mit Sabrina Kirchner, Pflegedienstleitung in einem Altenheim mit demenzsensiblem Wohnbereich.

10. November: Die Corona-Krise verlangt den Pflegekräften mehr denn je alles ab. Deshalb startet das Pflegenetzwerk Deutschland die Aktion „Weil's auf sie ankommt!".

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Infos aus der Pflege

Hier finden Sie fachliche Hintergründe und Grundlagen sowie Wissenswertes und aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Pflege.

Wissenswertes

Was mehr Pflege-Kraft bringt: Ihre Vorschläge

Mit über 6.000 Vorschlägen teilten Sie dem Bundesgesundheitsministerium im Winter 2019/20 über die Aktion „Mehr Pflege-Kraft“ mit, was Sie in der Pflege verändern möchten – gute, kritische, aber auch ermutigende Stimmen.

Eine starke Strategie für die Pflege

Ziel des Bundesgesundheitsministeriums ist es, die Pflege in Deutschland spürbar besser zu machen. Schritt für Schritt entstehen konkrete Lösungen für Pflegekräfte, Pflegebedürftige und pflegende Angehörige. Dafür steht die Strategie für die Pflege.

Publikationen und Fachinformationen

Ob Modellprojekte, Studien oder Praxisleitfäden: Wissenswertes rund um Pflegethemen aus dem Bundesgesundheitsministerium finden Sie ab sofort unter „Publikationen und Fachinformationen“.

Hintergründe

Mehr Personal

Ob im Pflegeheim, im Krankenhaus oder in den eigenen vier Wänden – unsere Gesellschaft braucht gute Pflege. Und das geht nur, wenn es genug Personal in der Pflege gibt. Deswegen hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Finanzierung neuer Pflegestellen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gesichert. Neben mehr Ausbildung und besseren Arbeitsbedingungen setzt das BMG auf Fachpersonal aus dem Ausland sowie auf möglichst unbürokratische Einstellungsprozesse.

Mit dem Sofortprogramm Pflege werden 13.000 zusätzliche Pflegestellen in vollstationären Altenpflegeeinrichtungen finanziert. Das Verfahren zur Beantragung der Finanzierung wurde einheitlich und transparenter gestaltet.

Für den Krankenhausbereich sind unter anderem die vollständige Finanzierung neuer und aufgestockter Pflegestellen und die Förderung von Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf vorgesehen. Um Anreize für die Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen zu setzen, ist eine umfassende Refinanzierung der Ausbildungsvergütungen geplant.

Zudem wurden ab dem Jahr 2020 die Pflegepersonalkosten aus den Fallpauschalen ausgegliedert, um Anreizen, auf Kosten der Pflege zu sparen, zu begegnen.

Darüber hinaus soll es schneller und einfacher werden, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Dafür ist die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) eingerichtet worden: Sie bündelt zentral die Aktivitäten für Krankenhäuser, Pflegeheime sowie für viele weitere Einrichtungen und übernimmt die Anträge auf Einreise, Berufsanerkennung, Aufenthalts- und Beschäftigungserlaubnis.

Erfahren Sie mehr:

Sofortprogramm Pflege

FAQ Pflegestellenförderprogramm

defa-agentur.de

Bessere Entlohnung

Gute Pflege muss uns etwas wert sein: Eine bessere Entlohnung von Pflegekräften ist daher ein wichtiger Faktor und ein zentrales Ergebnis der Konzertierten Aktion Pflege.

Das Pflegelöhneverbesserungsgesetz wurde bereits von Bundestag und Bundesrat verabschiedet und ist seit November 2019 in Kraft. Auf seiner Grundlage hat die Pflegekommission Anfang 2020 deutlich verbesserte Mindestlöhne für Pflegekräfte empfohlen, die bis Ende April 2020 als Verordnung für alle Pflegeeinrichtungen verbindlich gemacht werden sollen. Die neuen Mindestlöhne unterscheiden nach beruflicher Qualifikation wie Pflegefachkraft, einjährig ausgebildete Pflegehilfskraft, ungelernte Hilfskraft. Ein weiterer Beschluss: Im Jahr 2021 werden alle Mindestlöhne bundesweit gleich hoch sein. Eine Unterscheidung nach Ost und West entfällt.

Erfahren Sie mehr:

Konzertierte Aktion Pflege

Pflegelöhneverbesserungsgesetz

 

Der richtige Personalmix

Attraktive Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte haben nicht nur etwas mit ausreichend Pflegepersonal zu tun: Auch auf den richtigen Personalmix kommt es an.

Deswegen soll in der Langzeitpflege bis Juni 2020 ein Personalbemessungsverfahren entwickelt und erprobt werden, das für jede Einrichtung den richtigen Personalmix berechnet. Erste Ergebnisse liegen seit Beginn 2020 vor. Auf dieser Grundlage wird das BMG mit relevanten Akteuren in der Pflege einen Fahrplan zur Umsetzung entwickeln.

 

Praxisnahe Digitalisierung

Die Digitalisierung kann, richtig eingesetzt, einen großen Beitrag dazu leisten, Pflegekräfte zu entlasten – sei es in der ambulanten oder stationären Altenpflege. Digitale Lösungen und Zukunftstechnologien können zum Beispiel helfen, die Arbeitsverdichtung in der Pflege zu verringern und damit mehr Zeit für die personenzentrierte Pflege und Betreuung zu schaffen.

Ziel einer passgenau eingesetzten Digitalisierung in der Pflege ist es zum Beispiel, Prozesse zu vereinfachen: etwa bei der Dienst- und Tourenplanung, der Pflegedokumentation oder im Bereich der elektronischen Abrechnung. Gleichzeitig sollen Pflegekräfte die Möglichkeit erhalten, ihre Expertise stärker als bisher einbringen zu können, insbesondere in der Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten. Durch die Möglichkeit des freiwilligen Anschlusses der Pflege an die Telematik-Infrastruktur können Pflegekräfte zukünftig auf bestimmte Anwendungen wie zum Beispiel den Medikationsplan zugreifen.

Noch bis 2021 gewährt die soziale Pflegeversicherung jeder ambulanten bzw. stationären Einrichtung einen einmaligen Zuschuss für die Anschaffung digitaler Anwendungen. Der maximale Zuschussbetrag beträgt 12.000 Euro bzw. 40 Prozent der von der Einrichtung getätigten Investition. Auch Schulungen, die im Zuge der Anschaffung nötig sind, werden gefördert.

Erfahren Sie mehr:

Digitale-Versorgung-Gesetz

Konzertierte Aktion Pflege

Sofortprogramm Pflege

Mehr Verantwortung für die Pflege

Pflegekräfte sind die Expertinnen und Experten für die Pflege. Ihre Fachkompetenz soll in der Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten sowie mit anderen Berufsgruppen in der Versorgung stärker zum Tragen kommen. Sie sollen entsprechend ihren Kompetenzen mehr Verantwortung übernehmen dürfen.

Die Konzertierte Aktion Pflege hat vereinbart, dass Pflegefachkräfte mehr Entscheidungsspielräume erhalten sollen, z. B. bei der Verordnung von Hilfsmitteln. In der Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten und anderen Berufsgruppen in der Versorgung sollen sie ihre Kompetenzen gezielt einsetzen können. Das hilft Pflegebedürftigen und macht auch den Pflegeberuf attraktiver. Deswegen ist hierzu ein Strategieprozess gestartet, der von einem Gremium aus Expertinnen und Experten beraten wird. Für eine bessere Zusammenarbeit der Berufsgruppen miteinander werden ebenfalls Standards erarbeitet. Es sollen  kurz- und mittelfristig wirkende Ansätze vorgelegt und zügig umgesetzt werden.

Erfahren Sie mehr:

Konzertierte Aktion Pflege

Regionale Netzwerke

Regionale Netzwerke leisten einen wichtigen Beitrag, um insbesondere die lokalen Versorgungsstrukturen für Pflegebedürftige und deren Angehörige gemeinsam und akteursübergreifend weiterzuentwickeln. Sie bringen relevante Akteure – wie beruflich Pflegende, Ärztinnen und Ärzte, Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und Pflegeorganisationen, Ehrenamtliche und Angehörige – an einen Tisch.

Selbstorganisierte, regionale Netzwerke haben die Möglichkeit, eine jährliche Fördersumme aus Mitteln der sozialen und der privaten Pflegeversicherung zu erhalten. Je Kreis oder kreisfreie Stadt stehen maximal 20.000 Euro pro Kalenderjahr zur Verfügung, die auf ein oder gegebenenfalls mehrere Netzwerke verteilt werden und im Rahmen einer Anteilsfinanzierung die Arbeit der Netzwerke unterstützen können. Die Fördersumme kann für Sach- und Personalkosten sowie für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Antragsberechtigt sind Netzwerke von Einrichtungen, die sich auf gemeinsame Ziele verständigt haben und offen sind für weitere Partner und Kooperationen.

Ausgeschlossen sind Kommunen oder gewerbliche Anbieter, es sei denn, sie unterstützen mit der Antragstellung Netzwerkpartner.

Erfahren Sie mehr:

Empfehlungen des GKV-Spitzenverbands zur Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag, von ehrenamtlichen Strukturen und der Selbsthilfe sowie von Modellvorhaben zur Erprobung neuer Versorgungskonzepte und Versorgungsstrukturen