Aktuelles aus dem Netzwerk

Schwarz-Weiß-Foto einer Person mit schulterlangen braunen Haaren und einer Brille.

11. Juni: Mehr Entlastung durch Digitalisierung

Digitalisierung kann Beschäftigte in der ambulanten und stationären Langzeitpflege erheblich entlasten. Deshalb fördert das Sofortprogramm Pflege Investitionen in die digitale und technische Ausrüstung. Wie und was gefördert werden kann, erläutert Nicole Wuzik (DAK-Gesundheit) im Video.

Illustration eines Thermometers, daneben eine Sonne und die Worte "30 Grad Celsius".

09. Juni: Pandemie bei 30 Grad – vorbereitet in den Sommer

Steigende Temperaturen können sowohl Pflegekräften als auch Bewohnerinnen und Bewohnern in den Einrichtungen ganz schön zusetzen. Die Hygienebedingungen unter Corona machen es nicht leichter, sich darauf einzustellen. Fünf Tipps für die Vorbereitung.

Schwarz-Weiß-Foto einer Person mit schulterlangen braunen Haaren und einer Brille.

01. Juni: Beruf und Familie besser in Einklang bringen

Das eigene Familienleben gut mit dem Beruf zu vereinbaren – das ist vielen Beschäftigten in der Pflege ein großes Anliegen. Ein Förderprogramm unterstützt Einrichtungen dabei, gute Bedingungen für ihre Mitarbeitenden zu schaffen. Die wichtigsten Fragen und Antworten dazu im Video.

Aktion

Die nächsten Veranstaltungen

10 Jun

Pandemie bei 30 Grad? – Patientinnen und Patienten sowie Pflegekräfte bei steigenden Temperaturen schützen: Pflegeeinrichtungen müssen sich jedes Jahr auf die Hitzewellen vorbereiten. Dies gilt umso mehr für den Corona-Sommer 2021. Welche Vorkehrungen treffen Sie, um Pflegeteam und Patientinnen und Patienten zu schützen? Welche Erkenntnisse haben Sie aus dem letzten Pandemie-Sommer gewonnen? Beim Praxisdialog am Donnerstag, den 10. Juni um 11 Uhr ist Dr. Julia Schoierer, wissenschaftliche Mitarbeiterin an der Ludwig-Maximilians-Universität München dabei.

11 Jun

Bild der Pflege in der Öffentlichkeit: Regionale Kampagnen zur Stärkung des Bilds der Pflege stellen sich vor. Im Auftrag der Stadt Kaufbeuren hat das Seniorenbüro der Hospitalstiftung zum Heiligen Geist 2021 die Kampagne „Pflege – weil, …“ ins Leben gerufen. 25 Pflegekräfte aus ambulanten Diensten und stationären Einrichtungen zeigen Gesicht und erklären, warum sie mit Herz und Leidenschaft in der Pflege arbeiten. Felix Franke vom Seniorenbüro der Hospitalstiftung ist einer der Initiatoren der Kampagne „Pflege – weil, …” und stellt Ziele, Anliegen und Umsetzung im Praxisdialog Freitag, den 11. Juni um 11 Uhr vor.  

15 Jun

Nach der Impfung: Das Miteinander und den Infektionsschutz in Einklang bringen. Welche neuen Möglichkeiten im Umgang miteinander ergeben sich nach erfolgter Corona-Schutzimpfung in den Einrichtungen? Welche Schutzmaßnahmen müssen trotzdem beibehalten werden? Impulsgeberin Ina Wasilkowski, Geschäftsführerin im Greizer Senioren- und Pflegeheim gGmbH, berichtet im Praxisdialog am Dienstag, den 15. Juni um 11 Uhr von ihren Erfahrungen. Wie verändert die Impfung Ihren Arbeitsalltag?

16 Jun

Zusammenhalt stärken: „Das gibt uns – gerade jetzt – mehr Pflege-Kraft!” Wie bewältigen Sie persönlich die physischen und psychischen Belastungen während der Corona-Pandemie? Was gibt Ihnen Energie? Netzwerkmitglied Tina Hösel hat einen Textbeitrag eingereicht: „Mit gibt Pflege-Kraft, dass alle meine Kolleginnen und Kollegen seit Monaten diszipliniert und motiviert sind. Unter Beachtung der Gesamtsituation ist dies eine unbeschreibliche Leistung.“ Wie kann dieser starke Zusammenhalt aufrechterhalten werden? Tauschen Sie sich mit ihr im Praxisdialog am Mittwoch, den 16. Juni um 16 Uhr über Führung, Motivation und Zusammenhalt aus. 

17 Jun

Mehr Personal durch Förderung: Möglichkeiten im Rahmen des Sofortprogramms Pflege. Wie stationäre Pflegeeinrichtungen einschließlich der Kurzzeitpflege zusätzliche Stellen für Pflegefachpersonen finanzieren können, das erläutert Nicole Wuzik von den DAK-Gesundheit Landesvertretungen Rheinland-Pfalz und Saarland im Praxisdialog am Donnerstag, den 17. Juni um 16 Uhr und gibt Einblicke in die Fördermöglichkeiten und die Antragstellung.

22 Jun

Telematikinfrastruktur in der Pflege: Deutschlands Infrastruktur für digitalen Austausch im Gesundheitswesen erlebt einen grundlegenden Wandel. Die Telematikinfrastuktur soll ein sicheres elektronisches Kommunikationsnetzwerk werden und eine einheitliche sektorenübergreifende Plattform für Informationsaustausch aller Akteure werden. Martin Heisch, strategischer Produktmanager gematik stellt Im Praxisdialog am Dienstag, den 22. Juni um 11 Uhr Hintergründe, finanzielle Rahmenbedingungen und ein Modellprojekt vor. Als Experte für die Telematikinfrastruktur beantwortet er Ihre Fragen. Informieren Sie sich und machen Sie beim Dialog mit!

24 Jun

Kollegiale Beratung zum Thema „Wie gestalte ich Veränderungen in der Dienstplanung gemeinsam mit meinem Team?", moderiert durch den BKK Dachverband e.V.: Bei der kollegialen Beratung bringt ein Mitglied des Pflegenetzwerks ein Thema ein, um verschiedene Perspektiven, Erfahrungen und Ideen zum Umgang in dieser Situation mit Ihnen auszutauschen. Franziska Stiegler vom BKK Dachverband e. V. wird den Praxisdialog am Donnerstag, den 24. Juni um 16 Uhr moderieren. Bringen Sie sich ein!

Meldungen

Aktuelles aus der Pflege

Kabinett beschließt Pflegereform

02. Juni: Mit der Pflegereform beschloss das Bundeskabinett heute eine Pflicht zur Tarifbezahlung und mehr Verantwortung für Pflegekräfte bei der Verordnung von Hilfsmitteln. Im nächsten Schritt berät der Bundestag über den Beschluss.

Dritte Förderwelle „Lokale Allianzen“

02. Juni: Noch bis zum 13. Juni können sich neue Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz und regionale Netzwerke beim Bundesfamilienministerium um Förderung bewerben. Das Programm „Lokale Allianzen“ hilft, Strukturen zur Unterstützung von Menschen mit Demenz vor Ort auszubauen.

Webinar: Digitalisierung der Pflegedokumentation

27. Mai: Um die Chancen der elektronischen Dokumentation in der Pflege geht es im Webinar des health innovation hub des BMG in Kooperation mit der Hochschule Osnabrück und des Bundesverband Gesundheits-IT (bvitg). Termin: 2. Juni von 14 bis 16 Uhr.

Austauschen

Das Netzwerk gestalten

Das Pflegenetzwerk Deutschland bietet viele Möglichkeiten, Ihre Meinungen, Vorschläge und Erfahrungen mit den anderen Mitgliedern zu teilen. Machen Sie mit und bringen Sie sich ein!

Sie kennen Unternehmen, die Unterstützungsangebote für die Pflege anbieten? Jetzt in die Datenbank eintragen!

In unserer Facebook Gruppe kommen Sie mit anderen Netzwerkmitgliedern ins Gespräch und diskutieren, was die Pflege bewegt.

Sie haben Themenvorschläge oder möchten sich anderweitig im Netzwerk engagieren?

Informieren

Infos aus der Pflege

Hier finden Sie fachliche Hintergründe und Grundlagen sowie Wissenswertes und aktuelle Entwicklungen rund um das Thema Pflege.

Was mehr Pflege-Kraft bringt: Ihre Vorschläge

Mit über 6.000 Vorschlägen teilten Sie dem Bundesgesundheitsministerium im Winter 2019/20 über die Aktion „Mehr Pflege-Kraft“ mit, was Sie in der Pflege verändern möchten – gute, kritische, aber auch ermutigende Stimmen.

Eine starke Strategie für die Pflege

Ziel des Bundesgesundheitsministeriums ist es, die Pflege in Deutschland spürbar besser zu machen. Schritt für Schritt entstehen konkrete Lösungen für Pflegekräfte, Pflegebedürftige und pflegende Angehörige. Dafür steht die Strategie für die Pflege.

Publikationen und Fachinformationen

Ob Modellprojekte, Studien oder Praxisleitfäden: Wissenswertes rund um Pflegethemen aus dem Bundesgesundheitsministerium finden Sie ab sofort unter „Publikationen und Fachinformationen“.

Hintergründe

Mehr Personal

Ob im Pflegeheim, im Krankenhaus oder in den eigenen vier Wänden – unsere Gesellschaft braucht gute Pflege. Und das geht nur, wenn es genug Personal in der Pflege gibt. Deswegen hat das Bundesgesundheitsministerium (BMG) die Finanzierung neuer Pflegestellen in Krankenhäusern und Pflegeeinrichtungen gesichert. Neben mehr Ausbildung und besseren Arbeitsbedingungen setzt das BMG auf Fachpersonal aus dem Ausland sowie auf möglichst unbürokratische Einstellungsprozesse.

Mit dem Sofortprogramm Pflege werden 13.000 zusätzliche Pflegestellen in vollstationären Altenpflegeeinrichtungen finanziert. Das Verfahren zur Beantragung der Finanzierung wurde einheitlich und transparenter gestaltet.

Für den Krankenhausbereich sind unter anderem die vollständige Finanzierung neuer und aufgestockter Pflegestellen und die Förderung von Maßnahmen für eine bessere Vereinbarkeit von Familie, Pflege und Beruf vorgesehen. Um Anreize für die Schaffung von mehr Ausbildungsplätzen zu setzen, ist eine umfassende Refinanzierung der Ausbildungsvergütungen geplant.

Zudem wurden ab dem Jahr 2020 die Pflegepersonalkosten aus den Fallpauschalen ausgegliedert, um Anreizen, auf Kosten der Pflege zu sparen, zu begegnen.

Darüber hinaus soll es schneller und einfacher werden, Fachkräfte aus dem Ausland zu gewinnen. Dafür ist die Deutsche Fachkräfteagentur für Gesundheits- und Pflegeberufe (DeFa) eingerichtet worden: Sie bündelt zentral die Aktivitäten für Krankenhäuser, Pflegeheime sowie für viele weitere Einrichtungen und übernimmt die Anträge auf Einreise, Berufsanerkennung, Aufenthalts- und Beschäftigungserlaubnis.

Erfahren Sie mehr:

Sofortprogramm Pflege

FAQ Pflegestellenförderprogramm

defa-agentur.de

Bessere Entlohnung

Gute Pflege muss uns etwas wert sein: Eine bessere Entlohnung von Pflegekräften ist daher ein wichtiger Faktor und ein zentrales Ergebnis der Konzertierten Aktion Pflege.

Das Pflegelöhneverbesserungsgesetz wurde bereits von Bundestag und Bundesrat verabschiedet und ist seit November 2019 in Kraft. Auf seiner Grundlage hat die Pflegekommission Anfang 2020 deutlich verbesserte Mindestlöhne für Pflegekräfte empfohlen, die bis Ende April 2020 als Verordnung für alle Pflegeeinrichtungen verbindlich gemacht werden sollen. Die neuen Mindestlöhne unterscheiden nach beruflicher Qualifikation wie Pflegefachkraft, einjährig ausgebildete Pflegehilfskraft, ungelernte Hilfskraft. Ein weiterer Beschluss: Im Jahr 2021 werden alle Mindestlöhne bundesweit gleich hoch sein. Eine Unterscheidung nach Ost und West entfällt.

Erfahren Sie mehr:

Konzertierte Aktion Pflege

Pflegelöhneverbesserungsgesetz

 

Der richtige Personalmix

Attraktive Arbeitsbedingungen für Pflegekräfte haben nicht nur etwas mit ausreichend Pflegepersonal zu tun: Auch auf den richtigen Personalmix kommt es an.

Deswegen soll in der Langzeitpflege bis Juni 2020 ein Personalbemessungsverfahren entwickelt und erprobt werden, das für jede Einrichtung den richtigen Personalmix berechnet. Erste Ergebnisse liegen seit Beginn 2020 vor. Auf dieser Grundlage wird das BMG mit relevanten Akteuren in der Pflege einen Fahrplan zur Umsetzung entwickeln.

 

Praxisnahe Digitalisierung

Die Digitalisierung kann, richtig eingesetzt, einen großen Beitrag dazu leisten, Pflegekräfte zu entlasten – sei es in der ambulanten oder stationären Altenpflege. Digitale Lösungen und Zukunftstechnologien können zum Beispiel helfen, die Arbeitsverdichtung in der Pflege zu verringern und damit mehr Zeit für die personenzentrierte Pflege und Betreuung zu schaffen.

Ziel einer passgenau eingesetzten Digitalisierung in der Pflege ist es zum Beispiel, Prozesse zu vereinfachen: etwa bei der Dienst- und Tourenplanung, der Pflegedokumentation oder im Bereich der elektronischen Abrechnung. Gleichzeitig sollen Pflegekräfte die Möglichkeit erhalten, ihre Expertise stärker als bisher einbringen zu können, insbesondere in der Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten. Durch die Möglichkeit des freiwilligen Anschlusses der Pflege an die Telematik-Infrastruktur können Pflegekräfte zukünftig auf bestimmte Anwendungen wie zum Beispiel den Medikationsplan zugreifen.

Noch bis 2021 gewährt die soziale Pflegeversicherung jeder ambulanten bzw. stationären Einrichtung einen einmaligen Zuschuss für die Anschaffung digitaler Anwendungen. Der maximale Zuschussbetrag beträgt 12.000 Euro bzw. 40 Prozent der von der Einrichtung getätigten Investition. Auch Schulungen, die im Zuge der Anschaffung nötig sind, werden gefördert.

Erfahren Sie mehr:

Digitale-Versorgung-Gesetz

Konzertierte Aktion Pflege

Sofortprogramm Pflege

Mehr Verantwortung für die Pflege

Pflegekräfte sind die Expertinnen und Experten für die Pflege. Ihre Fachkompetenz soll in der Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten sowie mit anderen Berufsgruppen in der Versorgung stärker zum Tragen kommen. Sie sollen entsprechend ihren Kompetenzen mehr Verantwortung übernehmen dürfen.

Die Konzertierte Aktion Pflege hat vereinbart, dass Pflegefachkräfte mehr Entscheidungsspielräume erhalten sollen, z. B. bei der Verordnung von Hilfsmitteln. In der Zusammenarbeit mit Ärztinnen und Ärzten und anderen Berufsgruppen in der Versorgung sollen sie ihre Kompetenzen gezielt einsetzen können. Das hilft Pflegebedürftigen und macht auch den Pflegeberuf attraktiver. Deswegen ist hierzu ein Strategieprozess gestartet, der von einem Gremium aus Expertinnen und Experten beraten wird. Für eine bessere Zusammenarbeit der Berufsgruppen miteinander werden ebenfalls Standards erarbeitet. Es sollen  kurz- und mittelfristig wirkende Ansätze vorgelegt und zügig umgesetzt werden.

Erfahren Sie mehr:

Konzertierte Aktion Pflege

Regionale Netzwerke

Regionale Netzwerke leisten einen wichtigen Beitrag, um insbesondere die lokalen Versorgungsstrukturen für Pflegebedürftige und deren Angehörige gemeinsam und akteursübergreifend weiterzuentwickeln. Sie bringen relevante Akteure – wie beruflich Pflegende, Ärztinnen und Ärzte, Vertreterinnen und Vertreter von Vereinen und Pflegeorganisationen, Ehrenamtliche und Angehörige – an einen Tisch.

Selbstorganisierte, regionale Netzwerke haben die Möglichkeit, eine jährliche Fördersumme aus Mitteln der sozialen und der privaten Pflegeversicherung zu erhalten. Je Kreis oder kreisfreie Stadt stehen maximal 20.000 Euro pro Kalenderjahr zur Verfügung, die auf ein oder gegebenenfalls mehrere Netzwerke verteilt werden und im Rahmen einer Anteilsfinanzierung die Arbeit der Netzwerke unterstützen können. Die Fördersumme kann für Sach- und Personalkosten sowie für die Öffentlichkeitsarbeit genutzt werden. Antragsberechtigt sind Netzwerke von Einrichtungen, die sich auf gemeinsame Ziele verständigt haben und offen sind für weitere Partner und Kooperationen.

Ausgeschlossen sind Kommunen oder gewerbliche Anbieter, es sei denn, sie unterstützen mit der Antragstellung Netzwerkpartner.

Erfahren Sie mehr:

Empfehlungen des GKV-Spitzenverbands zur Förderung von Angeboten zur Unterstützung im Alltag, von ehrenamtlichen Strukturen und der Selbsthilfe sowie von Modellvorhaben zur Erprobung neuer Versorgungskonzepte und Versorgungsstrukturen