Zwei Gesundheitsfachkräfte, eine mit blondem Haar und heller Haut und eine mit dunklem lockigem Haar und dunkler Haut, arbeiten gemeinsam an einem Computer. Der Hintergrund hat einen Farbverlauf von Rosa nach Lila. Der Text lautet: „Internationale Fachkräfte gut integrieren".

Von der Anwerbung über die Anerkennung bis hin zur fachlichen und sprachlichen Integration – wer als Pflegeeinrichtung ausländische Pflegefachpersonen integrieren möchte, sollte sich vorab umfassend über wichtige Schritte, Prozesse und Verfahren informieren. Hier geben wir einen Überblick über Erkenntnisse aus Pflegewissenschaft und Pflegepraxis, aber auch hinsichtlich aktueller politischer Rahmenbedingungen. Sie finden hier Praxiswissen, Ergebnisse aus geförderten Projekten und Tipps zu weiterführenden Infos. 

INGA Pflege 3.0: Auf dem Weg zur nachhaltigen Integration

Der Bedarf an gut qualifizierten Pflegefachpersonen bleibt hoch – und viele Einrichtungen setzen zunehmend auf international ausgebildete Kolleginnen und Kollegen, um Versorgungslücken zu schließen. Doch der Weg von der Anwerbung bis zur echten beruflichen und persönlichen Integration ist komplex. Nur wenn Anerkennung, Sprache und Teamkultur ineinandergreifen, entsteht eine langfristige Perspektive für alle Beteiligten – das zeigt das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Modellprojekt INGA Pflege 3.0. 

INGA Pflege 3.0: Praxisbericht aus Bremen

Im Interview berichten Daniela Wendorff und Dorothea Siebenand vom Klinikverbund Gesundheit Nord Bremen, wie sie internationale Pflegefachkräfte im Modellprojekt INGA Pflege 3.0 begleiten – von den ersten Schritten bis zur erfolgreichen Integration in den Teams. Ihre Erfahrungen zeigen, wie praxisnahe Strukturen, klare Zuständigkeiten und viel gemeinsames Engagement den Unterschied bei der Integration internationaler Fachkräfte machen.

Abbildung einer Frau, die vor einem Computerbildschirm steht und ein Videogespräch mit einem Mann führt. Sprechblasen deuten auf ein Gespräch hin. Der Hintergrund zeigt abstrakte rote und orangefarbene Netzwerkgrafiken.

Tipp: Jetzt zum Praxisdialog anmelden

Was macht ethisches Recruiting in der Pflegepraxis aus? Welche Verantwortung kommt auf die Arbeitgebenden zu, was bedeuten die Anforderungen aus dem Gütezeichen für die Pflegeeinrichtungen in der konkreten Praxis, und wie können alle Beteiligten profitieren? Diese Fragen haben wir beim Praxisdialog vor Ort mit Ann-Christin Wedeking von der Gütegemeinschaft Anwerbung und Vermittlung von Pflegekräften aus dem Ausland e.V. diskutiert. Wer in Berlin nicht dabei sein konnte, dem sei unser digitaler Praxisdialog am 8. Dezember, 11 Uhr empfohlen. Wir geben Hintergrundinfos zum Gütezeichen und Praxiseinblicke von Arbeitgebenden. 

Hier geht's zur Anmeldung

Die Fachkräfteanwerbung für die Pflege aus dem Ausland ist ein wichtiges ergänzendes Element, um die Arbeitsbedingungen in der Pflege langfristig zu verbessern. Die Bundesregierung hat sich dabei zum Ziel gesetzt, bestehende Hürden aus dem Weg zu räumen.

Fair anwerben, gut zusammenarbeiten

Internationale Fachkräfte gewinnen und sie gut in den Arbeitsalltag einbinden: Worauf müssen Pflegeeinrichtungen achten, um den Prozess von der Anwerbung bis zur Einarbeitung fair zu gestalten? Das Gütezeichen „Faire Anwerbung Pflege Deutschland“ steht für transparente und faire Rekrutierungsprozesse, es dient den Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen als Orientierung und schützt die Pflegefachpersonen aus Drittstaaten vor einem übermäßigen wirtschaftlichen Risiko. 
Mehr erfahren

Gemeinsam ausbilden, voneinander lernen

In den Global Skills Partnerships (GSP) arbeitet die Deutsche Gesellschaft für internationale Zusammenarbeit (GIZ) mit deutschen Universitäten und Universitäten in unterschiedlichen Partnerländern zusammen. Die Pflegestudiengänge in den Partnerländern werden dabei gemeinsam so modifiziert und um praktische Ausbildungselementen ergänzt, dass der Abschluss in Deutschland anerkannt werden kann. So dürfen die internationalen Pflegefachkräfte unmittelbar nach ihrer Ankunft in dem erlernten Beruf arbeiten.
Mehr auf der Website der GSP erfahren

Aus unserem Magazin NAH&DRAN

Zwei medizinische Fachkräfte in OP-Kleidung stehen an einem Computerarbeitsplatz in einem Krankenhausflur, überprüfen Informationen auf dem Monitor und besprechen etwas miteinander.

Pflege international: Worauf es bei der Integration ankommt

Für die Integration ausländischer Beschäftigter in der Pflege ist ein Faktor zentral: die regionale Vernetzung vor Ort. Wie das in der Praxis funktionieren kann, zeigt ein Beispiel aus Südbrandenburg.

Eine lächelnde Frau mit kurzen blonden Haaren und Brille, die einen roten Kittel und ein Namensschild trägt, steht in einem Gebäude neben einem Fenster. Im Hintergrund sind Stadtgebäude zu sehen.

Im Porträt: Stefanie Gierth

Wie sieht Integration in der Praxis aus? Ein Vor-Ort-Besuch bei der Integrationsbeauftragten des Vivantes Klinikums Am Urban in Berlin.

Weiterführende Inhalte zum Thema Integration

Für die Praxis

Die Integration internationaler Pflegekräfte ist ein komplexer Prozess. Für eine faire und nachhaltige Gewinnung von Mitarbeitenden aus dem Ausland ist ein systematisches und konzeptbasiertes Vorgehen essenziell. Ein Überblick für den Einstieg ins Thema.

Aus der Wissenschaft

Wie können Anwerbung, Anerkennungsprozess und Integration internationaler Pflegekräfte bestmöglich umgesetzt werden? Was bieten digitale Tools? Dazu gibt es vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Projekte und Initiativen. Wir geben einen Überblick.

Aus der Politik

Die Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, die Rahmenbedingungen für die Anwerbung und Integration von internationalen Fachkräften zu verbessern. Hier finden Sie einen Überblick über zentrale  Aktivitäten mit Relevanz für die Pflege. 

Im Interview: Expertinnen berichten

Den Anerkennungsprozess internationaler Pflegefachkräfte begleiten

Die fachliche Berufsanerkennung und die Erlaubnis zum Führen der Berufsbezeichnung sind grundlegend, damit eine internationale Fachkraft überhaupt in Deutschland arbeiten darf. Dass die Gesundheits- oder Pflegeeinrichtung die neuen Kolleginnen und Kollegen dabei unterstützt, ist im Interesse beider Seiten und schafft eine Willkommenskultur. Ein Video-Interview mit Julia Schmidt vom Deutschen Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen (DKF). 

„Es kommt darauf an, sich frühzeitig einen Plan zu machen“

Worauf kommt es bei der Rekrutierung von Pflege- und Gesundheitsfachpersonal aus dem Ausland an? Wie gelingt die Umsetzung guter Rahmenbedingungen in der Praxis? Und welche Hilfestellungen bietet das Deutsche Kompetenzzentrum für internationale Fachkräfte in den Gesundheits- und Pflegeberufen (DKF) für Unternehmen, die Fachkräfte aus dem Ausland anwerben? Auf diese Fragen geht Dr. Sarina Strumpen vom DKF im Video-Interview ein.