Ein Glas Wasser wirft einen Schatten auf einen rosa Hintergrund mit Farbverlauf und dem Text „Pflege & Hitzeschutz“ in fetten weißen Buchstaben.


Längere und intensivere Hitzeperioden belasten vor allem auch ältere und vorerkrankte Menschen – Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen und zu Hause gepflegte Menschen sind hier besonders betroffen, aber auch das Pflegepersonal. Um die Belastung so gering wie möglich zu halten und besser auf Hitzeperioden vorbereitet zu sein, haben wir wichtige Hinweise für Sie zusammengestellt.

Abschlussveranstaltung: Hitzeschutz in der Pflege

Wie Hitzeschutz bereits in der Pflegeausbildung und im Studium praxisnah vermittelt werden kann, wird auf der digitalen Abschlussveranstaltung des Projekts „HiP – Hitzeschutz in der Pflege“ am 9. Juni 2026 von 10 bis 12 Uhr diskutiert. Dabei werden unter anderem neue Lehr- und Lernmaterialien vorgestellt. 

Im Mittelpunkt steht das Modul „Hitzeschutz“, das die Rahmenpläne der Fachkommission nach PflBG in konkrete Bausteine für Ausbildung und Studium überführt. Neben einem Impuls zu Hitzeschutz als Querschnittsthema in der Pflege bietet die Veranstaltung Einblicke in entwickelte Methoden, Praxisbeispiele und interaktive Sessions.

Die Veranstaltung richtet sich an Lehrende, Bildungseinrichtungen, Ministerien, Pflegefachpersonen und Interessierte aus der Praxis. Die Teilnahme ist kostenfrei.

Online-Praxisdialog: Klimaschutz und Klimaanpassung im Pflegealltag umsetzen

Klimaschutz und Klimaanpassung betreffen auch die pflegerische Versorgung und insbesondere den beruflichen Alltag in Pflegeeinrichtungen ganz konkret. Doch wie lassen sich ökologische Verantwortung, strukturelle Anforderungen und pflegerische Praxis sinnvoll miteinander verbinden?

Im Online-Praxisdialog am 2. Juni, 11 Uhr zeigt Dr. Andrea Nakoinz, selbstständige Beraterin für gesundheitsbezogene Klimaanpassung, wie Klimaschutzmaßnahmen und Anpassungsstrategien praxisnah in Arbeitsabläufe integriert werden können. Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Welche Handlungsspielräume haben Einrichtungen? Wie können Teams sensibilisiert und beteiligt werden? Und welche Schritte sind realistisch umsetzbar – auch unter begrenzten Ressourcen? Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und eine anregende Diskussion.

Digitales Infoblatt

Die wichtigsten Informationen zum Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen auf einen Blick gibt es hier zum Ausdrucken. Aufgehängt an zentralen Orten wie zum Beispiel im Pausenraum, erinnert es alle Menschen in der Einrichtung an die empfohlenen Maßnahmen. 

 

Hier gibts das Infoblatt als Download

Hitzewarnungen und Prognosen abonnieren

Wann beginnt eine Hitzewelle? Wo sind kritische Temperaturen zu erwarten und wie heiß wird es genau? Der Deutsche Wetterdienst (DWD) versendet in einem Newsletter Hitzewarnungen sowie Hitze-Prognosen, die für Pflegeeinrichtungen gut zur Planung von Vorsichtsmaßnahmen und Tagesaktivitäten genutzt werden können. 

 

Anmelden: Newsletter "Hitzewarnungen" des DWD

Für die Pflegepraxis: Was bei Hitze wichtig ist

Die Vorbereitung von Pflegeeinrichtungen auf Hitzeereignisse umfasst vielfältige Maßnahmen. An erster Stelle sollte die Erstellung eines einrichtungsindividuellen Hitzeschutzplans stehen, der mit allen Beschäftigten besprochen wird (siehe oben Bundeseinheitliche Empfehlung hierfür). 

Einige Maßnahmen können relativ schnell umgesetzt werden, wie z. B. die Anpassung des Speisen- und Getränkeangebots oder die Anpassung der Medikation durch die Hausärztin oder den Hausarzt. Andere Interventionen benötigen eine längere Planungszeit, wie z. B. Verschattungen, Gartengestaltung und die Schaffung von kühlen Räumen.

Einige Maßnahmen sind vor allem für Einrichtungsleitungen relevant, andere für Pflegefachpersonen oder das hauswirtschaftliche Personal. Innovativ sind z. B. auch Ansätze, weitere Personen wie Angehörige oder Personen aus der Nachbarschaft und Therapeutinnen und Therapeuten als „Kommunikationspartner und -partnerinnen“ oder „Hitzehelfer und -helferinnen“ miteinzubeziehen, um Getränke anzureichen oder auf Schutzmöglichkeiten hinzuweisen. Die wichtigsten Informationen für Ihre Berufsgruppe finden Sie hier:

 

Informationen für stationäre Pflegeeinrichtungen und ambulante Pflegedienste

Neben der bundeseinheitlichen Empfehlung zum Hitzeschutz in Pflegeeinrichtungen steht mittlerweile eine Vielzahl an weiterführenden Informationen, Praxishilfen und Materialien zur Verfügung. Hier finden Sie eine Zusammenstellung der wichtigsten Links.

Informationen für professionell Pflegende, hauswirtschaftliches Personal und pflegende Angehörige

Steigende Temperaturen stellen nicht nur Pflegeeinrichtungen und Pflegebedürftige vor große Herausforderungen, sondern auch pflegende Personen. Damit Sie gut vorbereitet sind, finden Sie hier praxisnahe Tipps für den Pflegealltag bei hohen Temperaturen.

Hitzeaktionstag am 11. Juni 2026

Beim bundesweiten jährlichen Hitzeaktionstag finden in zahlreichen Städten in Deutschland Veranstaltungen und Aktionen statt, beispielsweise zum Hitzeschutz für Menschen mit individuellem Risiko. Für interessierte Akteure im Gesundheitswesen gibt es unterschiedliche Fortbildungsmöglichkeiten. Flankiert werden diese Aktivitäten durch eine zentrale Fachveranstaltung und eine Pressekonferenz. 

Mehr Informationen zum Hitzeaktionstag 2026 finden Sie hier.