

Die Digitalisierung in der Langzeitpflege gezielt voranbringen – das ist der Auftrag des Kompetenzzentrums Digitalisierung und Pflege beim GKV-Spitzenverband. Nun liegt erstmals ein Evaluationsbericht vor, der eine Zwischenbilanz zieht: Aufbau, Ausrichtung und erste Ergebnisse werden insgesamt als erfolgreich bewertet.
Der Bericht wurde für das Bundesministerium für Gesundheit erstellt und dem Deutschen Bundestag als Unterrichtung vorgelegt. Er umfasst neben einer Darstellung der bisherigen Arbeit auch eine externe Evaluation durch das Institut für Sozialforschung und Sozialwirtschaft e.V. (iso-Institut). Diese bestätigte, dass es dem Kompetenzzentrum gelungen sei, seinen gesetzlichen Auftrag praxisnah umzusetzen und zentrale Grundlagen für die weitere Arbeit zu schaffen.
Seit seiner Einrichtung im Jahr 2024 hat das Kompetenzzentrum wichtige strukturelle Voraussetzungen geschaffen: Innerhalb kurzer Zeit wurde ein interdisziplinäres Team aufgebaut, das unterschiedliche fachliche Perspektiven zusammenführt. Parallel dazu wurde die Vernetzung mit relevanten Akteuren im Pflegebereich gezielt vorangetrieben.
Ein zentrales Ergebnis der Aufbauphase ist die Entwicklung konkreter Arbeitsstrukturen. Laut Evaluation ist es gelungen, die komplexen gesetzlichen Vorgaben in klar definierte Arbeitspakete zu übersetzen und deren Umsetzung anzustoßen. Damit erfülle das Kompetenzzentrum bereits in der frühen Phase seines Bestehens seinen Auftrag, die Digitalisierung in der Pflege systematisch zu unterstützen.
Ein weiterer Meilenstein des Kompetenzzentrums ist der Aufbau eines digitalen Informations- und Unterstützungsangebots. Über die eigene Website stellt das Kompetenzzentrum Materialien bereit, die sich gezielt an die Praxis richten. Dazu gehören unter anderem:
Die Evaluation hebt hervor, dass die ersten Ergebnisse insgesamt positiv einzuschätzen seien. „Der erste Evaluationsbericht zeigt, dass wir den richtigen Weg gehen, um die Digitalisierung in der Pflege wissenschaftlich fundiert und gleichzeitig praxisnah voranzutreiben. Dieser Anspruch war unser Ansporn in der Anfangszeit und wird unsere Arbeit auch weiterhin prägen“, sagt Dr. Jeannette Winkelhage, Leiterin des Kompetenzzentrums Digitalisierung und Pflege.
Gefördert wird das Kompetenzzentrum aus dem Ausgleichsfonds der Pflegeversicherung. Die Evaluation wird auch in den kommenden Jahren durch das iso-Institut fortgeführt. Der vollständige Bericht ist als Bundestagsdrucksache abrufbar und dokumentiert die Arbeit des Kompetenzzentrums bis zum 30. September 2025.
Hier geht’s zur Pressemeldung des Kompetenzzentrums (Link)
Hier geht’s zum vollständigen Bericht (Download)