

Die Nationale Demenzstrategie der Bundesregierung läuft noch bis Ende 2026 und macht Fortschritte – viele Maßnahmen sind bereits umgesetzt, weitere in der Umsetzung. Ein Monitoring-Bericht fasst den aktuellen Stand zusammen. Ab 2027 soll die Strategie unter neuen Vorzeichen fortgeführt werden. Unter anderem ist ein Fokus auf Prävention geplant.
Die Nationale Demenzstrategie (NDS) zeigt weiterhin gute Fortschritte. Das geht aus dem aktuellen Monitoringbericht hervor, der im Sommer erschienen ist und den Umsetzungsstand aller 166 Maßnahmen erfasst: Demnach sind davon inzwischen 99 (60 %) abgeschlossen, 40 (24 %) weitere befinden sich in der Umsetzung und 24 (14 %) sollen planmäßig zum Ende des Jahres 2026 abgeschlossen werden Zwei Maßnahmen konnten nicht umgesetzt werden.
Der Bericht zeigt neben weiteren Zahlen zum Umsetzungsstand der Maßnahmen in verschiedenen Zeiträumen auch den aktuellen Stand jeder einzelnen Maßnahme. Teilweise werden diese durch weiterführende Informationen zur Umsetzung ergänzt, etwa durch Links zu Projekten oder zur Berichterstattung rund um die jeweilige Maßnahme.
Die seit 2020 beschlossene Nationale Demenzstrategie (NDS) läuft unter der Federführung des Bundesministeriums für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) und des Bundesministeriums für Gesundheit (BMG) mit über 80 Akteurinnen und Akteuren aus Politik, Gesellschaft und Wissenschaft. Die Strategie umfasst die vier Handlungsfelder Teilhabe, Unterstützung, Pflege und Forschung. Alle Beteiligten zusammen bilden das „Netzwerk Nationale Demenzstrategie“.
Die Laufzeit der aktuellen Strategie endet 2026. Eine Fortführung ist im Koalitionsvertrag der Bundesregierung vorgesehen und wird derzeit weiter ausgearbeitet. Ziel ist es, die Zusammenarbeit aller Beteiligten fortzusetzen. „Die Nationale Demenzstrategie hat in den vergangenen Jahren viele Akteure zusammengeführt und gezeigt, dass diese Zusammenarbeit konkrete Verbesserungen für Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen erreichen kann“, erläutert Astrid Lärm, Leiterin der Geschäftsstelle Nationale Demenzstrategie.
„In der nächsten Phase der Strategie soll die Zusammenarbeit noch stärker fokussiert werden. Wir planen, künftig in kürzeren Zyklen und in thematischen Arbeitsgruppen zu arbeiten. Diese Arbeitsgruppen sollen Maßnahmen entwickeln und ihre Umsetzung begleiten. Im Netzwerk wurden fünf Themen für die künftige Zusammenarbeit besonders hervorgehoben. Am stärksten gewichtet wurde dabei die Prävention — sie soll deshalb in der Fortführung der Strategie eine zentrale Rolle spielen.“
Weitere Informationen zur Ausgestaltung der Nationalen Demenzstrategie ab 2027 stehen bei der nächsten Netzwerktagung im Mittelpunkt. Die Veranstaltung findet am 5. und 6. Oktober 2026 in Berlin statt. Der Eröffnungsabend am 5. Oktober 2026 widmet sich dem Thema Demenzprävention; der zweite Veranstaltungstag richtet sich exklusiv an die Mitglieder des Netzwerks Nationale Demenzstrategie.