Im ersten Praxisdialog diskutierten Mitglieder aus dem Netzwerk Ideen zur Verbesserung der Ausbildung – und sprechen über die besonderen Herausforderungen, die Corona dabei mit sich bringt.

Die Pflegeausbildung verbessern: Einführung ins Thema

Miteinander ins Gespräch kommen, zu relevanten Themen austauschen und über Lösungen diskutieren: Im digitalen Praxisdialog sprechen Menschen aus der Pflege über ihre Ideen und Anliegen. In der ersten Ausgabe teilt die Auszubildende Anna mit anderen Mitgliedern aus dem Netzwerk ihre Ideen zur Verbesserung der Ausbildung – und erzählt von den besonderen Herausforderungen, die Corona für sie mit sich bringt.

Weitere Videos zum Praxisdialog

Die Pflegeausbildung verbessern: Ideen

Welche Schritte einzelne Einrichtungen schon gehen und warum Teamarbeit so wichtig ist, darüber sprachen die Teilnehmenden im ersten Teil des digitalen Austauschs.

Die Pflegeausbildung verbessern: Lösungsansätze

Generalistik, bessere Einblicke in den gesamten Pflegeprozess und die Kommunikation untereinander: Hierzu diskutierten die Teilnehmenden im zweiten Teil des Praxisdialogs.

Die Pflegeausbildung verbessern: Tipps und Tricks

Die Teilnehmenden des Praxisdialogs sind sich einig, dass sich in der Pflegeausbildung etwas bewegen muss – und fassen zusammen, was es dafür aus ihrer Sicht braucht.

Die Pflegeausbildung verbessern: ein Resümee

So lief der erste Praxisdialog zur Pflegeausbildung

Generalistische Pflegeausbildung: Stärkung der Praxisanleitung

Am 1. Januar 2020 ist die neue generalistische Pflegeausbildung gestartet. Die im Pflegeberufegesetz beschlossene Reform stärkt durch klare Vorgaben die Rolle der Praxisanleitung. Die Praxisanleitung muss während der praktischen Einsätze von Auszubildenden im Umfang von mindestens zehn Prozent der Ausbildungszeit stattfinden. 

Darüber hinaus sind die Voraussetzungen für Praxisanleiterinnen und Praxisanleiter seit 2020 klar geregelt. Mitbringen müssen diese: 

  • eine berufspädagogische Zusatzqualifikation im Umfang von mindestens 300 Stunden (mit Bestandsschutz für vor Inkrafttreten des Pflegeberufegesetzes erworbene Qualifikationen),
  • mindestens ein Jahr Berufserfahrung als Pflegefachkraft in dem Einsatzbereich, in dem die Praxisanleitung erfolgt,
  • berufspädagogische Fortbildungen im Umfang von mindestens 24 Stunden jährlich. 

Die Praxisanleitung finanziert sich über den Ausgleichsfonds zur Finanzierung der Pflegeausbildung. In diesen zahlen Krankenhäuser, ambulante und stationäre Pflegeeinrichtungen sowie die Pflegeversicherung und die Länder ein. Träger der praktischen Ausbildung können sich die durch die Praxisanleitung entstehenden Kosten erstatten lassen. 

Das bringt der Ausbildung mehr Pflege-Kraft

Bei der Aktion „Mehr Pflege-Kraft“ teilten viele Pflegekräfte ihre Erfahrungen und Ideen aus der Ausbildungspraxis. Drei Beispiele:

Unsere betriebliche Ausbildung ist das Fundament für fachliche Kompetenz. Während meiner Ausbildung habe ich Einblick in das Schweizer System gewinnen können und war regelrecht schockiert, wie theoretisch diese Studiengänge sind. Und das in einem Beruf, der gerade so viel praktisches Geschick abverlangt! Aus diesem Grund denke ich, dass unsere Ausbildung etwas ist, das man schützen sollte und auch international stolz vorzeigen kann!“ –Florian, Auszubildender

„Ich wünsche mir, dass die Ausbildung stärker generalisiert und an europäische Standards angeglichen wird. Sinnvoll wären meiner Meinung nach drei Jahre Grundausbildung und anschließend ein bis drei Jahre Spezialisierung. Ich finde, es macht Sinn, höhere Zugangsbeschränkungen zu erlassen: Im Rahmen meiner Ausbildung gab es ein Pilotprojekt, bei dem ein vierwöchiges Praktikum auf einer Intensivstation und eine Präsentation zur persönlichen Motivation Voraussetzung waren. Die Qualität der Bewerbungen und der Bewerber hob sich deutlich von denen der anderen ab.“  – Yasmine, Auszubildende

„Wir implementierten eine Modellstation, die die künftigen Schwestern und Pfleger auf den kommenden Berufsalltag vorbereitet und die praktischen Anteile der Ausbildung intensivieren soll. Das wird erreicht durch einen überdurchschnittlichen hohen Anteil an Pflegekräften und Praxisanleitern und einer engen Kooperation mit der Krankenpflegeschule.“ – Matthias, Projektleiter einer Modellstation

Was ist neu an der Pflegeausbildung?

Hier erfahren Sie mehr zur neuen Pflegeausbildung, zu Beratungsstellen und Fördermöglichkeiten.

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