Lernortkooperationen sind eine Grundvoraussetzung, um Pflegeausbildung möglich zu machen. Ausbildungsverbünde ermöglichen Ausbildenden, sich zu vernetzen, auszutauschen und auf Augenhöhe zusammenzuarbeiten – damit Lernortkooperationen gelingen. Wie das funktionieren kann, zeigen Angebote wie die Online-Plattform „KOPA – Kooperationen in der Pflegeausbildung“.

Der Träger der praktischen Ausbildung hat über Kooperationen mit den weiteren an der praktischen Ausbildung beteiligten Einrichtungen u.a. zu gewährleisten, dass die vorgeschriebenen Einsätze der praktischen Ausbildung in den weiteren beteiligten Einrichtungen durchgeführt werden können (§ 8 Absatz 3 Nummer 1 PflBG). Zum Beispiel muss ein Krankenhaus mit einem ambulanten Pflegedienst kooperieren, damit seine Auszubildenden ihren dortigen Praxiseinsatz absolvieren können, da es diesen nicht selber anbieten kann. Stellt das Krankenhaus das nicht sicher, kann es nicht Träger der praktischen Ausbildung sein. Um dies zu vermeiden, sind Lernortkooperationen notwendig.

Um die Länder bei der Schaffung eines Rahmens zur Förderung der Zusammenarbeit der ausbildungsbeteiligten Einrichtungen und Pflegeschulen in der Phase des erstmaligen Aufbaus von Lernortkooperationen und Ausbildungsverbünden zu unterstützen, haben das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend und das Bundesministerium für Gesundheit das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) auf der Grundlage des § 54 Pflegeberufegesetz mit der Durchführung eines Förderprogramms beauftragt.

„Wir unterstützen ausbildende Praxiseinrichtungen und Pflegeschulen bei der Umsetzung der generalistischen Pflegeausbildung in Berlin und Brandenburg“, sagt Stefanie Handke vom Team „KOPA – Kooperationen in der Pflegeausbildung“ des bbw Bildungswerks der Wirtschaft Berlin-Brandenburg. Sie und ihre Kollegin Katrin Weigel haben das Projekt in einem Praxisdialog vorgestellt. In den Videos berichten die beiden, was für sie eine gute Lernortkooperation ausmacht, wie diese gelingen kann, was das Besondere an KOPA ist und welche Anregungen sie aus dem Praxisdialog mitnehmen.

Was macht eine gute Lernortkooperation aus?

Wie kann eine gute Lernortkooperation gelingen?

Was ist das Besondere am Projekt KOPA?

Was nehmen Sie aus dem Praxisdialog mit?

Weitere Informationen zu „KOPA – Kooperationen in der Pflegeausbildung“ finden Sie hier.

Neben KOPA gibt es ähnliche Projekte auch in anderen Bundesländern. So wurden Internetseiten entwickelt, die als Matching-Plattformen einen ersten Kontakt zwischen Anbietern und Nachfragern von Einsatzorten herstellen können. Zum Teil bieten diese Plattformen auch Ausbildungsverbünden die Möglichkeit, sich vorzustellen und für neue Mitglieder zu werben. Hier einige Beispiele:

Bayern

https://www.freistaat.bayern/dokumente/behoerde/4498013868449

Hamburg

www.pflegeausbildung-hamburg.de

Schleswig-Holstein

www.koordinierungsstelle-pflege-ausbildung-sh.de

Thüringen

www.pflegeausbildung-in-thueringen.de