Ein zentrales Ziel des Projekts „KoWeP“ ist es ein wissenschaftlich fundiertes Modell zu entwickeln, das beschreibt, wie eine positive Kompetenzkommunikation gelingen kann.
Pflegerinnen und Pfleger sind gut ausgebildete, kompetente Fachkräfte, die in einem komplexen Arbeitsumfeld tätig sind. Mit ihrer Fachkompetenz, ihrer Professionalität, aber auch ihrem Einsatz und ihrer Leidenschaft für den Beruf, spielen sie eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Pflegebedürftigen und Kranken.
Allerdings klaffen gesellschaftliche Bedeutung des Pflegeberufs und öffentliche Wertschätzung zum Teil deutlich auseinander. Pflege wird vielfach als einfache Dienstleistungstätigkeit gesehen, was dem Pflegeberuf allerdings in keiner Weise gerecht wird. Pflege ist vielmehr eine komplexe Arbeit, die von Fachkräften ausgeführt wird und Expertenwissen erfordert.
Ziel des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts „Kompetenzkommunikation und Wertschätzung in der Pflege (KoWeP)“ war deshalb die Entwicklung und Erprobung eines Schulungskonzepts zur Professionalisierung und Verbesserung der Kompetenzkommunikation - das heißt die sprachliche Darstellung der Berufskompetenz von Pflegenden - um so das hohe Anspruchsniveau und die Komplexität von Pflegearbeit sichtbar zu machen sowie die öffentliche Wertschätzung des Berufs nachhaltig zu verbessern. Zudem soll durch die verbesserte Kompetenzkommunikation auch das Selbstwertgefühl von Pflegekräften gesteigert werden. Um den Transfer der Ergebnisse in die Praxis zusätzlich zu unterstützen, wurden in dem Projekt auch praxistaugliche Handreichungen entwickelt, die wichtige Informationen zur aktiven Teilnahme und Mitgestaltung des Pflegediskurses vermitteln.
Im Rahmen des Projekts wurde eine Schulung zur Verbesserung der Kompetenzkommunikation von Pflegekräften entwickelt. Das Projekt war in drei Projektphasen eingeteilt und lief über einen Zeitraum von zwei Jahren.
Zunächst wurde der aktuelle Forschungsstand zur Kompetenzkommunikation und zu Konzepten der Wertschätzung erschlossen. In einer zweiten Phase wurde mittels Befragungen die Kompetenzkommunikation von Alten-, Gesundheits- und Krankenpflegenden erfasst. Gründe für eine eventuell fehlende Kompetenzkommunikation wurden herausgearbeitet und der Einfluss unterschiedlicher Kommunikationsstile auf die Selbst- und Fremdwertschätzung untersucht. In der dritten Projektphase wurde aufbauend auf diesen Ergebnissen ein Schulungskonzept zur Steigerung der Kompetenzkommunikation entwickelt, in der Praxis erprobt und abschließend evaluiert.
Wie gelingt eine wertschätzende Kommunikation über Kompetenzen in der Pflege? Wie lässt sich das in der Praxis im Team mit einem Kommunikationstraining umsetzen? Hier finden Sie alle wichtigen Infos dazu.