Kompetenzkommunikation und Wertschätzung in der Pflege (KoWeP)

Einführung

Stand: 18. Mai 2026

Pflegerinnen und Pfleger sind gut ausgebildete, kompetente Fachkräfte, die in einem komplexen Arbeitsumfeld tätig sind. Mit ihrer Fachkompetenz, ihrer Professionalität, aber auch ihrem Einsatz und ihrer Leidenschaft für den Beruf, spielen sie eine zentrale Rolle bei der Versorgung von Pflegebedürftigen und Kranken.

Allerdings klaffen gesellschaftliche Bedeutung des Pflegeberufs und öffentliche Wertschätzung zum Teil deutlich auseinander. Pflege wird vielfach als einfache Dienstleistungstätigkeit gesehen, was dem Pflegeberuf allerdings in keiner Weise gerecht wird. Pflege ist vielmehr eine komplexe Arbeit, die von Fachkräften ausgeführt wird und Expertenwissen erfordert.

Ziel des vom Bundesministerium für Gesundheit geförderten Projekts „Kompetenzkommunikation und Wertschätzung in der Pflege (KoWeP)“ war deshalb die Entwicklung und Erprobung eines Schulungskonzepts zur Professionalisierung und Verbesserung der Kompetenzkommunikation - das heißt die sprachliche Darstellung der Berufskompetenz von Pflegenden - um so das hohe Anspruchsniveau und die Komplexität von Pflegearbeit sichtbar zu machen sowie die öffentliche Wertschätzung des Berufs nachhaltig zu verbessern. Zudem soll durch die verbesserte Kompetenzkommunikation auch das Selbstwertgefühl von Pflegekräften gesteigert werden. Um den Transfer der Ergebnisse in die Praxis zusätzlich zu unterstützen, wurden in dem Projekt auch praxistaugliche Handreichungen entwickelt, die wichtige Informationen zur aktiven Teilnahme und Mitgestaltung des Pflegediskurses vermitteln.

Hintergrund

Das Forschungsprojekt

Im Rahmen des Projekts wurde eine Schulung zur Verbesserung der Kompetenzkommunikation von Pflegekräften entwickelt. Das Projekt war in drei Projektphasen eingeteilt und lief über einen Zeitraum von zwei Jahren.

Zunächst wurde der aktuelle Forschungsstand zur Kompetenzkommunikation und zu Konzepten der Wertschätzung erschlossen. In einer zweiten Phase wurde mittels Befragungen die Kompetenzkommunikation von Alten-, Gesundheits- und Krankenpflegenden erfasst. Gründe für eine eventuell fehlende Kompetenzkommunikation wurden herausgearbeitet und der Einfluss unterschiedlicher Kommunikationsstile auf die Selbst- und Fremdwertschätzung untersucht. In der dritten Projektphase wurde aufbauend auf diesen Ergebnissen ein Schulungskonzept zur Steigerung der Kompetenzkommunikation entwickelt, in der Praxis erprobt und abschließend evaluiert.

Ergebnisse des Projekts

Kurzbeschreibung des Konzepts Kompetenzkommunikation

Ein zentrales Ziel des Projekts „KoWeP“ ist es ein wissenschaftlich fundiertes Modell zu entwickeln, das beschreibt, wie eine positive Kompetenzkommunikation gelingen kann.

Schulungsmaterialien

Das im Projekt entwickelte Schulungsmodul bildet das Herzstück von KoWeP. Es soll Pflegekräfte für die Bedeutung von Kommunikation sensibilisieren und sie in ihrem Kommunikationsverhalten unterstützen. Die Schulung ist für zwei Tage konzipiert und richtet sich sowohl an Pflegekräfte in der Aus- und Weiterbildung, die sich für das Thema Kommunikation interessieren als auch an Lehrende, die die entwickelten Schulungsmaterialien in ihrem Unterricht einsetzen können. Hier können Sie auf die Schulungsmaterialien zugreifen.

Konzeptioneller Aufbau der Schulung

Ein zentrales Ergebnis des Projekts KoWeP ist ein Schulungsmodul, das Auszubildende und Pflegekräfte sensibilisiert, motiviert und unterstützt, durch eine bessere Kompetenzkommunikation zu einer höheren Wertschätzung des Pflegeberufs beizutragen. Pflegefachkräfte sollen lernen, so zu kommunizieren, dass ihre fachliche und überfachliche Kompetenz sichtbar wird.

Evaluation der Schulung

Die in KoWeP entwickelte Schulung wurde im Projekt in mehreren Kursen modellhaft erprobt und anschließend evaluiert. Dazu wurden für die beiden Schulungstage Fragebögen entwickelt und die Antworten der Teilnehmenden systematisch ausgewertet. Für die qualitative Evaluation wurde die Methode der Teilnehmenden-Beobachtung gewählt, um so die Interaktionen sowie Reaktionen innerhalb der Schulungsgruppen zu analysieren. 

Empirische Prüfung

Das Modell der Kompetenzkommunikation spielte in dem Projekt KoWeP eine zentrale Rolle. Um dieses Modell zu überprüfen, wurden quantitative sowie qualitative Befragungen mit Praktikerinnen und Praktikern durchgeführt. Die Ergebnisse können Sie hier nachlesen.

Zwischenergebnisse des Projekts

Das Projekt KoWeP gliederte sich in drei Phasen. Nach der Sichtung des aktuellen Forschungsstands und der empirischen Überprüfung des Models der Kompetenzkommunikation, folgte in einem dritten Schritt die Entwicklung eines Schulungsmoduls. Hier finden Sie die Zusammenfassungen der Ergebnisse der ersten beiden Phasen zum Nachlesen.

Literaturrecherche

Ausgangspunkt des Projekts KoWeP war eine Literaturrecherche, die darstellen sollte, wie sich der Wissenstand zum Thema Kompetenzkommunikation seit dem Vorgängerprojekt „Berufe im Schatten“ entwickelt hat. Die Ergebnisse finden Sie hier.

Zwei medizinische Fachkräfte diskutieren, einer trägt einen weißen Kittel und hält einen Stift, der andere trägt einen hellblauen OP-Kittel. Sie scheinen gemeinsam Notizen durchzugehen. Der Hintergrund ist ein warmer Farbverlauf aus Rosa- und Orangetönen.

Pflegekompetenz und Wertschätzung

Wie gelingt eine wertschätzende Kommunikation über Kompetenzen in der Pflege? Wie lässt sich das in der Praxis im Team mit einem Kommunikationstraining umsetzen? Hier finden Sie alle wichtigen Infos dazu. 

Zwei medizinische Fachkräfte diskutieren, einer trägt einen weißen Kittel und hält einen Stift, der andere trägt einen hellblauen OP-Kittel. Sie scheinen gemeinsam Notizen durchzugehen. Der Hintergrund ist ein warmer Farbverlauf aus Rosa- und Orangetönen.
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