Illustration einer Rakete, die gerade startet. Auf ihr steht 2022 geschrieben.

In einer Umfrage und in einem Praxisdialog haben wir Netzwerkmitglieder gefragt: Wie nehmen Sie die aktuelle Corona-Situation wahr? Was gibt Ihnen Pflege-Kraft für das neue Jahr? Und woraus ziehen Sie gerade jetzt Energie? Das sind die Ergebnisse.

Pflegekräfte sind angesichts der aktuellen, hohen Inzidenzwerte nach wie vor großen psychischen Belastungen ausgesetzt. Gleichzeitig ist der Jahresanfang eine Zeit, um nach vorne zu schauen. Dabei hilft den Teilnehmenden unserer Umfrage vor allem der Zusammenhalt im Team – er gibt jetzt besonders viel Energie. 57 der 96 Teilnehmenden stimmten für diese Antwortmöglichkeit. Netzwerkmitglied B. Lehmann schreibt dazu: „Ich trage als Selbständige für fast 300 Mitarbeitende Verantwortung. Das Vertrauen, die Achtung, die Loyalität, der Mut zur Veränderung in allen Abteilungen und der Zusammenhalt sind für mich Motivation, die nächsten Monate und hoffentlich noch viele Jahre in Selbständigkeit zu arbeiten.“ Weitere Antworten, die häufiger vorkamen: die Freude daran, einen sinnstiftenden und vielseitigen Beruf auszuüben (18 Stimmen), ein Vorbild für andere zu sein (12 Stimmen) und der gute Draht zu den Patientinnen und Patienten (9 Stimmen).

Am Ende kommt es aber wohl auf jeden dieser Punkte an: „Für mich spielt alles eine Rolle, mal eher das eine, an anderen Tagen eher das andere“, schreibt Netzwerkmitglied Dagmar Vogel. „Um Kraft zu schöpfen, mache ich in meiner Freizeit etwas, was mich in anderer Hinsicht fordert als der Beruf und damit auch die beruflichen Anforderungen ausgleicht.“

Darüber hinaus kann es auch hilfreich sein, sich die aktuelle Situation bewusst zu machen und den Blick auf die Zukunft zu richten. Dr. phil. Bernd Riekemann, AWO-Vorstand und Lehrbeauftragter an Hochschulen für Public Health Organization, erläuterte zu diesem Thema im Praxisdialog: „Man sollte sich vorstellen, was man macht, wenn die Pandemie vorbei ist – wie eine Zeitreise in die Zukunft. Es lohnt sich, zusammen mit den Kolleginnen und Kollegen Vorfreude aufzubauen und sich Dinge zu schaffen, auf die man sich mit Freude zubewegen kann.“

Den Arbeitsalltag in der Pandemie meistern

Pflegekräfte sind tagtäglich mit der Corona-Pandemie konfrontiert – am Arbeitsplatz und zu Hause. Doch auch in Zeiten extremer Belastung ist es möglich, Freude im Arbeitsalltag aktiv zu fördern. Wie das geht, zeigt Franziska Stiegler, Referentin für „Psychische Gesundheit in der Arbeitswelt“ vom BKK Dachverband.

Arbeitsbedingungen Zusammenarbeit im Team