Illustration: Ein Tachometer mit negativem Pol links und positiven Pol rechts. Eine Hand hält den Zeige in der Mitte. Auf der Skala des Tachometers sind von links nach rechts zu sehen: Ein Stern, eine Geldmünze, eine Mensch, ein Dokument, ein Smiley-Gesicht.

Wie lassen sich mehr Menschen für die Akut- und Langzeitpflege gewinnen? Und welche Arbeitsbedingungen sollten geschaffen werden, um ein attraktiver Arbeitgeber zu werden und beruflich Pflegende zu binden? Diese Fragen stehen im Mittelpunkt der Studie zur Arbeitsplatzsituation in der Akut- und Langzeitpflege.

Indikatoren identifizieren, mit denen Arbeitsplätze in der Pflege attraktiver gestaltet werden können: Das ist das Ziel der Studie zur Arbeitsplatzsituation in der Akut- und Langzeitpflege, die das IGES Institut GmbH gemeinsam mit der contec Gesellschaft für Organisationsentwicklung mbH und der Karla Kämmer Beratungsgesellschaft sowie mit dem Institut für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft GmbH (IEGUS), der WifOR GmbH und unter Beteiligung des Instituts für Angewandte Wirtschaftsforschung e. V. (IAW) umsetzen. Die ersten zentralen Ergebnisse aus den Befragungen beruflich Pflegender in unterschiedlichen Positionen sowie Auszubildender im dritten Ausbildungsjahr sind:

  • Pflegealltag: Von flexiblen Dienstplänen bis zu gewinnbringenden Diskussionen im Team – die Bedürfnisse der Pflegekräfte sollten bei der Organisation der täglichen Arbeit soweit wie möglich Berücksichtigung finden. Um die persönlichen Arbeitsbedingungen zu verbessern, braucht es Austausch und konkrete Maßnahmen.
  • Außendarstellung & Wertschätzung: Arbeitgeber in der Pflege kommunizieren ihre Bemühungen, attraktive Arbeitsplätze zu schaffen, bei der Personalgewinnung noch zu wenig nach außen. Deswegen braucht es geeignete Kommunikationsmaßnahmen, um die öffentliche Wahrnehmung der Pflegeberufe insgesamt zu verbessern. Wertschätzung drückt sich für Pflegekräfte darüber hinaus auch durch eine angemessene Vergütung aus.
  • Professionalisierung: Die Befragten wünschen sich eine weitere Professionalisierung der Pflege, insbesondere die Erweiterung des eigenständigen, fachlichen Handlungsspielraums.

Im Interview geht Benjamin Herten, Projektleitung des IEGUS Instituts für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft GmbH, darauf ein, wie attraktive Arbeitsplätze in der Pflege gestaltet sein sollten und wie die Umsetzung guter Rahmenbedingungen in der Praxis gelingt:

Mit welchen Maßnahmen Arbeitgebende die identifizierten Indikatoren für attraktive Arbeitsbedingungen gut umsetzen können, testeten 17 Pflegeeinrichtungen im Rahmen der Studie. Dr. Grit Braeseke, Bereichsleitung Pflege des IGES Instituts, berichtet im Video davon:

Der Arbeitsplatz der Zukunft

Im Praxisdialog am 12. Juli um 10 Uhr stellen Benjamin Herten, Projektleitung des IEGUS Instituts für europäische Gesundheits- und Sozialwirtschaft GmbH, Dr. Sandra Hofmann, Forschungsleitung Internationale Sozialpolitik der WifOR GmbH, und Dr. Grit Braeseke, Bereichsleitung Pflege des IGES Instituts, gemeinsam erste Ergebnisse der Studie zur Arbeitsplatzsituation in der Akut- und Langzeitpflege vor. Nutzen Sie die Gelegenheit zum Austausch!

Arbeitsbedingungen Gute Führung Studie zur Arbeitsplatzsituation in der Akut- und Langzeitpflege (IGES)