Illustration: Links eine Person, die ihren Arm nach vorn streckt, rechts eine Spritze.

Noch immer gibt es Pflegekräfte, die nicht gegen das Coronavirus geimpft sind. Für den Arbeitsalltag ist das herausfordernd – gerade mit Blick auf die kommende einrichtungsbezogene Impfpflicht. Wie sieht ein geeigneter Umgang aus?

In der Pflege fehlen ohnehin schon Fachkräfte. Wenn ab Mitte März ungeimpfte Pflegekräfte nicht mehr arbeiten dürfen, kann sich die Situation noch verschärfen. Nicht nur deswegen ist es wichtig, möglichst viele doch noch von der Sinnhaftigkeit der Corona-Schutzimpfung zu überzeugen. In einem Praxisdialog hat sich Harald Monschau, Geschäftsführer des Seniorenzentrums Maranatha in Rheinland-Pfalz, mit Netzwerkmitgliedern zum Thema ausgetauscht und Tipps für den Umgang damit gesammelt:

  • Im Gespräch bleiben: Angst und Unsicherheit sind häufige Gründe dafür, dass einige Personen der Corona-Schutzimpfung immer noch skeptisch gegenüberstehen. Das bedeutet aber nicht, dass sie nicht mit sich reden lassen. Wichtig ist, dass Gespräche vertraulich und wertschätzend auf Augenhöhe stattfinden – und lieber spontan bei einer Tasse Kaffee als beim offiziell vereinbarten Termin im Büro der Führungskraft.
  • Mit gutem Beispiel vorangehen: Jede Führungskraft und auch die Kolleginnen und Kollegen können ein Vorbild sein. Wenn sie sich impfen lassen und kommunizieren, warum sie das für wichtig halten, kann das unter Umständen andere überzeugen. Und so können Ungeimpfte zum Beispiel auch im eigenen Umfeld merken, dass sich Geimpfte zwar noch anstecken können, aber mildere Verläufe haben – und ihre Einstellung auf dieser Grundlage überdenken.
  • Aufklärung betreiben: Bedenken bezüglich der Corona-Schutzimpfung gehen häufig auf Fehlinformationen zurück. Wenn ungeimpfte Personen Zugang zu vertrauenswürdigen Quellen erhalten, kann das helfen. Gespräche zum Thema können zum Beispiel auch mit ärztlicher Unterstützung stattfinden.
  • Umgang mit Impfpflicht klären: Die ab Mitte März geltende einrichtungsbezogene Impfpflicht kann zu weiteren Verunsicherungen und Herausforderungen führen. Was kommt damit auf Einrichtungen und Pflegekräfte zu? Welche Konsequenzen hat es, wenn sich einzelne Personen trotzdem nicht impfen lassen möchten? Führungskräfte sollten mit ihrem Team gemeinsam besprechen, wie sie damit umgehen möchten und was das für die Zusammenarbeit bedeutet.

Wie Führungskräfte Orientierung bieten können

Andreas Fuhrmann ist Geschäftsführer des Pflegedienstes „Jung & Alt“ in Marienmünster. Aus eigener Erfahrung weiß er, wie Führungskräfte gut auf ungeimpfte Kolleginnen und Kollegen zugehen und mit der Situation umgehen können.

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