Der Dokumentarfilmer Carl Gierstorfer ist Macher der Reihe „Charité intensiv – Station 43“. Mit Netzwerkmitgliedern sprach er darüber, wie sich das Bild der Pflege in der Pandemie verändert hat – und warum die Zeit reif ist, es in die Öffentlichkeit zu holen.

In seiner mit dem Deutschen Fernsehpreis ausgezeichneten vierteiligen Dokumentationsreihe „Charité intensiv – Station 43“ begleitete Carl Gierstorfer einen Winter lang den Arbeitsalltag auf einer Intensivstation – auf dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Pandemie. Dabei hat er viel gelernt: „Vor der Pandemie hatte ich ein diffuses Bild von der Pflege. Während der Dokumentation habe ich gemerkt, wie ausdifferenziert und hoch spezialisiert dieser Beruf ist, wie viel tiefgehende Kenntnis und Qualifikation, technisches und medizinisches Verständnis dieser Beruf verlangt.“

Um das Bild der Pflege in der gesamten Öffentlichkeit zu verbessern, ist laut Gierstorfer der richtige Zeitpunkt für die Kommunikation entscheidend. „Ein Narrativ muss emotional nachvollziehbar und erfahrbar sein, dann hebt es sich von der faktischen Diskussion ab“, sagt er. „Jetzt, in der Pandemie, ist die Zeit, das Bild der Pflege anzugehen. Jetzt ist jeder dafür empfänglich. Jetzt ist die Zeit, das Thema Pflege einem breiten Publikum vorzuführen.“ Carl Gierstorfer sieht dafür Dokumentation als ein geeignetes Mittel an: „Es braucht Bilder, um zu verstehen, was die Arbeit in der Pflege bedeutet. Das mit Worten zu beschreiben ist fast unmöglich“, betont er.

Die Dokumentation „Charité intensiv – Station 43“ können Sie sich in der ARD Mediathek ansehen.

Pflege in der Öffentlichkeit

Auf welche Arten lässt sich das Bild der Pflege noch darstellen? Lesen Sie dazu auch die Beiträge zu weiteren Kampagnen: 

„MarcCareLove – Der beste Job der Welt“

„Pflege – weil…“

„Ich pflege gern“