Wie demenzsensible Altenheime aussehen, erzählt Sabrina Kirchner im Interview. Sie ist Pflegedienstleitung im Altenheim Haus Eichholzgärten in Sindelfingen, in dem ein Bereich komplett demenzsensibel gestaltet ist.
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„Weg vom Geist“ beziehungsweise „ohne Geist“ – so lautet die wörtliche Übersetzung des Begriffs „Demenz“ aus dem Lateinischen. Damit ist das wesentliche Merkmal von Demenzerkrankungen genannt, nämlich der Verlust der geistigen Leistungsfähigkeit. Am Anfang der Krankheit stehen Störungen des Kurzzeitgedächtnisses und der Merkfähigkeit, in ihrem weiteren Verlauf verschwinden auch bereits eingeprägte Inhalte des Langzeitgedächtnisses, sodass die Betroffenen zunehmend die während ihres Lebens erworbenen Fähigkeiten und Fertigkeiten verlieren. Aber eine Demenz ist mehr als eine „einfache“ Gedächtnisstörung. Sie zieht das ganze Sein des Menschen in Mitleidenschaft: seine Wahrnehmung, sein Verhalten und sein Erleben.
Demenzerkrankungen können eine Vielzahl von Ursachen haben. Grundsätzlich unterscheidet man zwischen primären und sekundären Formen der Demenz. Letztgenannte sind Folgeerscheinungen von anderen, meist außerhalb des Gehirns angesiedelten Grunderkrankungen, wie zum Beispiel Stoffwechselerkrankungen, Vitaminmangelzuständen und chronischen Vergiftungserscheinungen durch Alkohol oder Medikamente.
Diese Grunderkrankungen lassen sich behandeln und teilweise sogar heilen. Somit ist häufig eine Rückbildung der demenziellen Beschwerden möglich. Allerdings machen sekundäre Demenzen nur circa zehn Prozent aller Krankheitsfälle aus, rund 90 Prozent entfallen auf die primären und in der Regel irreversibel, also unumkehrbar verlaufenden Demenzen, die durch den Verlust von Nervenzellen im Gehirn bedingt sind. Hier wiederum dominiert der Typ Alzheimer. Dieser ist für rund zwei Drittel aller Demenzerkrankungen verantwortlich. Es folgen mit circa 20 Prozent die sogenannten vaskulären, das heißt gefäßbedingten Demenzen, wobei Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler davon ausgehen, dass auch Mischformen eine nicht unerhebliche Rolle spielen. An diesen leiden etwa 15 Prozent der Patientinnen und Patienten.
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Was ist Demenz? Wie entsteht die Erkrankung und was geschieht im Körper einer demenzkranken Person? Der Online-Ratgeber informiert über Krankheitsbild, Verlauf und gibt Entscheidungs- und Verstehenshilfen sowie Tipps zur Wohn- und Lebensraumgestaltung.
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Verschiedene Leistungen der Pflegeversicherung unterstützen bei der Pflege und Betreuung eines von Demenz betroffenen Angehörigen. Die Broschüre des Bundesgesundheitsministeriums beinhaltet wichtige Hintergründe zu Demenzerkrankungen, einen Überblick zum Leistungsangebot der Pflegeversicherung und Tipps für den Alltag und den Umgang mit der Erkrankung.
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Das Internetportal für Menschen mit Demenz und ihre Angehörige informiert über die Krankheit, Therapie-, Pflege- und Hilfsangebote sowie über rechtliche Fragen. In den Foren können Betroffene Unterstützung von Fachleuten und Rat von anderen Betroffenen erhalten.
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Die Deutsche Alzheimer Gesellschaft unterstützt und berät Menschen mit Demenz und ihre Familien. Zudem setzt sie sich für bessere Diagnose, Behandlung, Beratung und Pflege ein. Auf der Website finden Sie Webtrainings, Publikationen und Unterstützung zum Thema Demenz.
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Die Gesundheitsinformationen des Instituts für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) zu Demenz und Alzheimer informieren anschaulich und verständlich zu allen relevanten Aspekten der Demenzerkrankungen einschließlich Hinweise für die Angehörigen von Menschen mit Demenz.
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Mit einem Wissens- und Hilfenetzwerk unterstützt das Bundesfamilienministerium Menschen mit Demenz und ihre Angehörigen – unter anderem im Bundesprogramm „Lokale Allianzen für Menschen mit Demenz“.
Wie gelingt es, medizinische Leitlinien, praktische Erfahrungen und die Perspektiven aller Beteiligten im ambulanten Versorgungsalltag zusammenzuführen? Das Projekt „Entwicklung eines Versorgungspfades für Menschen mit Alzheimer-Demenz (und ihrer An- und Zugehörigen)“ erarbeitet aktuell ein praxisnahes Konzept, das künftig Orientierung bieten und die Versorgungsqualität verbessern soll.
Nach einer Demenzdiagnose stehen Betroffene und ihre An- und Zugehörigen häufig vor vielen Fragen: Welche Unterstützung brauchen sie? Und wie finden sie passende Angebote? Das vom Bundesministerium für Gesundheit geförderte Forschungsprojekt RoutineDeCM hat untersucht, wie ein Dementia Care Management dabei helfen kann, Menschen frühzeitig zu begleiten und bestehende Versorgungsangebote besser miteinander zu vernetzen.
Vom 21. bis 27. September 2026 rückt die jährlich stattfindende Woche der Demenz die Situation von Menschen mit Demenz und ihrer An- und Zugehörigen in den Mittelpunkt. Unter dem Motto „Demenz – (k)eine Frage des Alters“ laden bundesweit zahlreiche Aktionen dazu ein, sich zu informieren, auszutauschen und das Thema Demenz stärker ins öffentliche Bewusstsein zu rücken.
Wie gelingt gute Unterstützung vor Ort für Menschen mit Demenz? Im Praxisdialog vom zeigten Nadine Gold (BAGSO-Netzwerkstelle) und Isabell Eickhoff (DemenzNetz Wilhelmshaven), wie Lokale Allianzen Akteurinnen und Akteure verbinden, Angebote bündeln und Hilfe dorthin bringen, wo sie gebraucht wird. Jetzt Aufzeichnung ansehen und Impulse für die eigene Region mitnehmen.
Die Diagnose Demenz ist lebensverändernd – für die Betroffenen und ihre An- und Zugehörigen. Neben medizinischer Versorgung und Pflege werden vor allem Information, Orientierung und konkrete Unterstützung im Alltag gebraucht. Genau hier setzen die „Lokalen Allianzen für Menschen mit Demenz“ an: Sie bündeln Ressourcen, geben Unterstützung und ermöglichen aktive Teilhabe und Austausch.
Wie können Kunst und Kultur die Lebensqualität von Menschen mit Demenz und ihren Angehörigen verbessern? Der Praxisdialog beleuchtete die Modellprojekte „Erinnerungs_reich“ (TU Dresden) und „ARTEMIS“ (Goethe-Universität Frankfurt). Dr. Michael Wächter und Dr. Arthur Schall zeigen, wie Museumsbesuche Wohlbefinden fördern und Symptome lindern können.
Wie können Kommunen und Quartiere auch für Menschen mit Demenz Orte der Teilhabe bleiben? Ute Hauser (Alzheimer Gesellschaft Baden-Württemberg) zeigte im Praxisdialog, wie kommunale Ressourcen aktiviert werden, und Dr. Lilli Neumann (Ministerium Mecklenburg-Vorpommern) berichtete über die Entwicklung eines Demenzplans. Erfahren Sie, wie nachhaltige Strukturen entstehen und Demenz ins Bewusstsein gerückt wird.
Wie können Landkreise, Kommunen und Quartiere so gestaltet werden, dass sie auch für Menschen mit Demenz und ihre An- und Zugehörigen ein Ort der Zugehörigkeit und Teilhabe bleiben? Beispiele in Baden-Württemberg und Mecklenburg-Vorpommern zeigen, was möglich ist.
In Krankenhäusern werden immer mehr Menschen mit Demenz behandelt. Manchmal sind es Kleinigkeiten, die den Umgang mit ihnen oder die Verständigung erschweren. Die Beziehungsgestaltung ist ein entscheidender Schlüssel für eine gute Versorgung, berichtet Sabine Herler-Kettrukat vom AGAPLESION Markus Krankenhaus Frankfurt.
Der Expertenstandard „Beziehungsgestaltung in der Pflege von Menschen mit Demenz“ wurde vor vier Jahren veröffentlicht. Zahlreiche stationäre und teilstationäre Einrichtungen, ambulante Dienste und Krankenhäuser haben ihn umgesetzt. Welche Erfahrungen in der Praxis damit gemacht wurden, wurde im November 2023 auf einer Fachveranstaltung im Konferenzzentrum Mauerstraße in Berlin-Mitte diskutiert. Jetzt liegt eine Dokumentation vor.
Pflege hat viele Facetten – im Pflegenetzwerk Deutschland beleuchten wir sie: Hier finden Sie eine Übersicht über Ihre Themen inklusive kurzer Definitionen. Die passenden Inhalte zum Weiterlesen finden Sie im jeweiligen Themenbereich.