Viele pflegebedürftige Menschen können von rehabilitativen Maßnahmen profitieren und ihre Selbständigkeit stärken. Wie das im Pflegealltag gelingen kann, wurde im Konzept des „domino-coachings“ durch die domino-coaching Stiftung entwickelt und erprobt. Prof. Dr. Martin Heckelmann von der Hochschule für Technik und Wirtschaft (HTW) Berlin hat die Umsetzung dieses rehabilitativen Ansatzes wissenschaftlich evaluiert. Im Interview erläutert er, welche wirtschaftlichen Effekte sich für Leistungserbringer zeigen, und welche Einrichtungen langfristig profitieren könnten.
Wie gut sind Pflegeeinrichtungen auf Krisen vorbereitet? Welche Strukturen helfen, im Ernstfall handlungsfähig zu bleiben? Damit beschäftigte sich der Praxisdialog am 10. März 2026. Annett Fiedler (DRK-Kreisverband Uckermark West/Oberbarnim) gab Einblicke in die Praxis und berichtete aus einem Entwicklungsprozess in zwei Pflegeeinrichtungen. Im Mittelpunkt standen der Aufbau von Krisenstrukturen, klare Kommunikationswege und konkrete Maßnahmen, um Einrichtungen besser auf Krisen vorzubereiten. Hier mehr erfahren!
Wie lassen sich APN-Strukturen erfolgreich im Klinikalltag etablieren, und was braucht es, damit APNs ihre Kompetenzen gut einbringen können? Im Praxisdialog vom 5. März 2026 ging es um diese Fragen. Nicole Feldmann (MScN), Pflegewissenschaftlerin und Demenzbeauftragte am Klinikum Oldenburg gab gemeinsam mit ihrer Kollegin Silvana Zeiser Einblicke in die praktische Arbeit. Sie sprachen über zentrale Voraussetzungen, strukturelle Rahmenbedingungen und Gelingensfaktoren für APN-Modelle in der Klinik. Erfahren Sie mehr!
Mit dem Befugniserweiterungs- und Entbürokratisierungsgesetz (BEEP) steht die Pflege vor einem tiefgreifenden Wandel. Erstmals wird gesetzlich geregelt, dass Pflegefachpersonen heilkundliche Tätigkeiten eigenverantwortlich ausüben dürfen – orientiert an ihren erworbenen Kompetenzen. Zugleich zielt das Gesetz darauf ab, Pflegefachpersonen und Einrichtungen spürbar von Bürokratie zu entlasten.
Mit dem Gesetz zur Befugniserweiterung und Entbürokratisierung in der Pflege (BEEP) ist zum 1. Januar 2026 ein zentrales Reformvorhaben in Kraft getreten. Ein wichtiges Ziel ist es, vermeidbare bürokratische Aufwände in der Pflege spürbar zu reduzieren und Pflegefachpersonen sowie Einrichtungen zu entlasten. Zugleich leistet das Gesetz einen wichtigen Beitrag zur Attraktivität der Pflegeberufe und zur Stärkung einer effizienten, qualitätsgesicherten Versorgung.
Wie gelingt die nachhaltige Integration internationaler Pflegefachpersonen in den deutschen Arbeitsmarkt? Das Modellprojekt INGA Pflege 3.0 zeigt, wie Anerkennung, Sprachlernen und eine wertschätzende Willkommens- und Teamkultur zusammenspielen. Im Praxisdialog berichten Helei Brunner und Tanja Gröters vom Uniklinikum Hamburg-Eppendorf, wie verzahnte Anerkennungsprozesse umgesetzt werden und langfristige Perspektiven für Fachkräfte und Einrichtungen entstehen.
Wie gelingt Pflege, die Menschen in ihrer Sprache, ihrem Alltag und ihrer Lebensrealität erreicht? Community Health Nurse Çağla Kurtçu gab im Praxisdialog Einblicke in ihre Arbeit im Hamburger Gesundheitshaus. Sie erzählte, welche Funktionen CHNs übernehmen können und wie sich das auf die präventive Pflege auswirkt. In der Aufzeichnung teilte sie Erfahrungen aus der Praxis – inspirierend, nahbar und sehr aktuell.
Wie können internationale Pflegefachpersonen nicht nur gewonnen, sondern auch gut integriert werden? Der Klinikverbund Gesundheit Nord in Bremen zeigte im Modellprojekt INGA Pflege 3.0, wie vor allem Anerkennung, Sprachförderung und Teamkultur zusammenspielen. Im Praxisdialog berichteten Daniela Wendorff und Dorothea Siebenand von der Umsetzung und von Ansätzen für nachhaltige Perspektiven in Einrichtungen und Pflege. Jetzt die Aufzeichnung ansehen.
Was bedeuten Befugniserweiterung und Entbürokratisierung konkret für die Pflegepraxis? Im Praxisdialog erläuterte Albert Kern, Referatsleiter im Bundesministerium für Gesundheit, die geplanten Neuregelungen zur Stärkung der Pflegeberufe. Im Fokus standen erweiterte Befugnisse für Pflegefachpersonen, der Abbau bürokratischer Hürden sowie neue Impulse für innovative Versorgungsformen und eine einheitlichere Ausbildung in der Pflege.
Professor Josef Hecken ist heute unparteiischer Vorsitzender des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA). In den 1990er Jahren hat er als enger Mitarbeiter des damaligen Arbeits- und Sozialministers Norbert Blüm die Entstehung der sozialen Pflegeversicherung begleitet. Im Interview blickt er zurück auf die damalige Zeit.